Videodreh in der Grundschule (v. l.): Musiker Andi Starek, Schlagzeuger Rainer Huber, Andrea Merkert und Bassist Bernd Sigerist bei der Produktion der „Schlawindl Move“-Bewegungsvideos. Chris Speda (r.) übernahm die Produktion.
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Videodreh in der Grundschule (v. l.): Musiker Andi Starek, Schlagzeuger Rainer Huber, Andrea Merkert und Bassist Bernd Sigerist bei der Produktion der „Schlawindl Move“-Bewegungsvideos. Chris Speda (r.) übernahm die Produktion.

Andi Starek und Co. haben Musikprojekt gestartet – Video-Dreh in Grundschule Klettham

Schlawindl bringt Kinder in Bewegung

  • Veronika Macht
    vonVeronika Macht
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Erding - Im Corona-Lockdown klagen viele Menschen über Bewegungsmangel. Um Kinder gezielt zu fördern, gibt es jetzt Schlawindl Move“, ein Programm, das Sport und Musik verbindet.

Kein Sport in der Schule, kein Sport im Verein, dafür im Homeschooling mehr Zeit vor dem PC: Experten befürchten vor allem bei Kindern gravierende Folgen des Bewegungsmangels im Corona-Lockdown. Dagegen will Andi Starek etwas tun. Gemeinsam mit Kindersporttrainerin und Choreografin Andrea Merkert hat der Musiker aus Eichenried ein Bewegungskonzept für Kinder entwickelt.

„Schlawindl Move“ heißt das Programm. Zu den Songs von Stareks Kinder-Rockband Schlawindl sollen jetzt Klassenzimmer oder Turnhallen von Schulen und Kindertageseinrichtungen zur Bühne werden. Das Bewegungsmusikprojekt „Schlawindl Move“ ist aus der Corona-Zeit entstanden, erzählt Starek. Dabei sorgt er mit Gitarre und Gesang für die Musik, während Merkert für die Bewegung zuständig ist. Gemeinsam mit Bassist Bernd Sigerist, der unter anderem beim Keller Steff spielt, und Schlagzeuger Rainer Huber, der zum Beispiel mit Gil Ofarim Musik macht, haben die beiden vor kurzem Bewegungsvideos an der Grundschule Klettham gedreht.

Deren Rektorin Ingeborg Bruns sei sofort begeistert gewesen, als er angefragt hat, berichtet Starek und erzählt: „Der Kontakt zur Grundschule besteht schon länger.“ Immerhin ist er dort Pate für „Schule ohne Rassismus“. Ein Ehrenamt, das er auch für die Grundschule Moosinning sowie für die Schulen Parksiedlung Oberschleißheim und Neustift Freising ausübt.

Auf die Idee zu den Bewegungsvideos habe ihn eine sehr gute Freundin gebracht, berichtet Starek. „Sie arbeitet in einem Kindergarten und hat mir erzählt, dass in vielen Einrichtungen einfache Sport- und Bewegungsvideos gedreht und dann verschickt werden, damit die Kinder wenigstens ein bissl was daheim machen können. Da dachte ich mir: Das muss man g’scheid machen, denn das ist ja eine super Idee.“

Für „Schlawindl Move“ sei schon im Herbst das komplette Programm gestanden. Erste Termine für Bewegungskonzerte in Schulen habe er auch schon gehabt – doch dann kam der Lockdown. Jetzt bietet Starek für Schulen, Kindergärten und Horte ein Gesamtpaket an: Die Einrichtungen können die Videos zu Schlawindl-Songs mit kompletter Choreografie kaufen, downloaden und an die Kinder verschicken, damit diese daheim schon mal üben können.

„Und sobald es wieder möglich ist, kommen wir zu einem Mitmach-Bewegungskonzert im kleinen Rahmen vorbei“, sagt Starek – nur er und Merkert, möglich sind aber auch Auftritte mit der Band. „Denn wir wollen natürlich, wenn es wieder geht, auch wieder große Konzerte spielen“, sagt Starek. Er sieht in derartigen Projekten auch eine Möglichkeit, Künstler in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen, denn: „So viele Künstler haben jetzt fast ein Jahr lang kein Geld verdient.“

Apropos Projekt: Für Frühjahr oder Sommer plant der Musiker ein weiteres größeres Projekt mit der Grundschule Klettham. Es soll einen eigenen Song und ein Video dazu geben.

Internet: Alle Infos zu „Schlawindl Move“ gibt es online auf www.schlawindl.de/schlawindl-move.

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