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Letzte Handgriffe im Museum erledigen Leiter Harald Krause und sein Team. Die Sonderausstellung über den Schönen Turm ist ab Samstag für die Öffentlichkeit zugänglich.

Schöner Turm: Sonderausstellung im Museum Erding 

„Das Thor mit dem schönen hochen Thurn“

Wie fast alle mittelalterlichen Städte war Erding einst als Festung mit Mauern, Wehrgängen und Wehrtürmen angelegt. Und dazu gehörten auch vier Tore, von denen heute nur noch das Landshuter Tor steht. Ihm ist eine Sonderausstellung gewidmet.

Erding Die neue Sonderschau, die heute Abend offiziell eröffnet wird und ab Samstag für die Öffentlichkeit zugänglich ist, trägt den Titel „Unser Schöner Turm, Stadttor – Wahrzeichen – Marke“. Seine charakteristische barocke Giebel-und Haubenform erhielt das Bauwerk in den 1660er Jahren nach der fast vollständigen Zerstörung Erdings im Dreißigjährigen Krieg.

Als Teil der wehrhaften Stadtbefestigung wurde der Turm erstmals 1403 urkundlich erwähnt. Das Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler beschreibt ihn als „einen der schönsten Tortürme Südbayerns“. Die erste Bezeichnung dieses Tores als Schöner Turm stammt von 1648. Das hat Stadtarchivar Markus Hirmer herausgefunden. „Landshuter Thor, mit dem schönen hochen Thurn“ steht auf einem Schriftstück zu lesen.

Seit Weihnachten ist Museumsleiter Harald Krause mit seinen Mitarbeiterinnen Elisabeth Boxberger und Jenny-Isabelle Constantin mit dem Konzept und Aufbau der Sonderausstellung beschäftigt. Aus rund 800 Gegenständen hat das Team über 300 Exponate wie Gemälde, Zeichnungen, Fotos, Bierdeckel, Schriftstücke, Poststempel, Gedenkmünzen und Medaillen herausgesucht und zu einer sehenswerten Schau aufgebaut.

Mit der Sonderausstellung beteiligt sich das Museum Erding an der Ausstellungsreihe im Museumsverband „Landpartien – Museen rund um München“. „Dazu haben wir den Schönen Turm auserwählt“, sagt Krause. Bis heute werde nämlich kein anderes Bauwerk so häufig und variantenreich dargestellt wie der Schöne Turm, etwa in der Kunst von zahlreichen Malern. Der Turm diente als Kulisse für den Film „Quax der Bruchpilot“ mit Heinz Rühmann. Beim historischen Schwedenspiel der Volksspielgruppe Altenerding ist er Kulisse und Bühne zugleich.

Der Museumsleiter weist darauf hin, dass das historische Bauwerk einen hohen Wiedererkennungswert als Markenzeichen für Stadt und Region habe. Daher ist die symbolische Nutzung des Schönen Turms durch Erdinger Händler, Gewerbetreibende, Freiberufler und das Stadtmarketing Erding ebenfalls ein Thema der Ausstellung. „Sogar Vereine führen den Turm in ihrem Emblem. Und durch das Bierflaschenetikett der Erdinger Urweiße wird der Schöne Turm seit 2010 in die weite Welt hinaus getragen“, sagt Krause.

Bereichert wird die Schau durch die Vorführung eines zehnminütigen Films in Endlosschleife von Thomas Schöberl zur Geschichte des Turms mit aufwändig erstellten Animationen.

Zum Tag der offenen Tür an diesem Sonntag (Eintritt frei) ist das Museum von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Es gibt mehrere kostenlose Führungen: 10 Uhr, Stadtspaziergang: „Von Drachen, Reihern, dreiköpfigen Gänsen und Druiden. Rätsel am und um den Schönen Turm“. 11 Uhr und 15 Uhr, Museum: Rundgang durch die Sonderausstellung „Unser Schöner Turm“. 12 Uhr, Stadtspaziergang: „Die Feldseite des Schönen Turms: Kunst und Kostbarkeiten in der Landshuter und Dorfener Straße“. 13 Uhr, Museum: Rundgang durch die Abteilung Archäologie.

Das Museums-Café hat ganztags geöffnet. Weitere Infos im Internet unter www.museum-erding.de. Peter Bauersachs

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