Wenig ansehnlich ist der Dreiseithof in Schollbach an der B 388. Hier schafft die Abrissbirne neue Verhältnisse. Foto: ham

Stadtrat Erding

Schollbachhof: Abriss und Neubau

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Erding – Es ist kein schöner Eindruck, den Autofahrer mitnehmen, wenn sie auf der B 388 Erding in Richtung Taufkirchen verlassen: Sie müssen am Schollbachhof vorbei – ein zunehmend verfallendes Gehöft, das unkontrolliert zugewachsen ist.

Dieser Anblick ist nur noch eine Frage der Zeit, denn der Dreiseithof soll abgerissen werden. Eine Investorin hat mit dem Areal westlich des Sportparks Schollbach Großes vor. Ihre Pläne sind so weitreichend, dass im Stadtentwicklungs-, Umwelt- und Verkehrsausschuss (Stuva) des Erdinger Stadtrats ein eigener Bebauungsplan beschlossen wurde. Das heißt aber auch: Die Erneuerung wird nicht von heute auf morgen passieren. „Zudem soll der Bebauungsplan eine mit dem benachbarten Sport- und Freizeitpark verträgliche Nutzung sicherstellen“, so Lolita Liening von der Stadtverwaltung, die das Vorhaben am Dienstag vorstellte.

Derzeit beherbergt der Schollbachof nach Aussage Lienings eine Gaststätte, eine Pension sowie landwirtschaftliche und Brauereigebäude. Sie sind allesamt in einem beklagenswerten Zustand. „All das wird abgerissen“, so Liening. Danach sollen dort ein Hotel, ein Stadel für Veranstaltungen und Feste sowie eine Gastronomie entstehen. Stehen bleiben sollen nur erhaltenswerte Bäume, darunter die große Kastanie im Innenhof.

Die Neubauten werden sich nach Angaben von Stadtbaumeister Sebastian Henrich in die Hangstruktur des Geländes einfügen. So entsteht zum einen eine wirksame Abschirmung zur B 388 im Norden, andererseits eine Öffnung gen Süden in Richtung der Wiesen und Äcker. „Die Dorfener Straße ist zu weit weg, als dass eine Lärmbeeinträchtigung zu befürchten ist“, so Henrich.

Sportreferent Herrman Schießl (CSU) wollte wissen, ob sich das Vorhaben mit dem Projekt der Stadt vertrage, die Freisportflächen unter anderem für die Baseballer zu erweitern. Das bejahte Oberbürgermeister Max Gotz (CSU). Er freute sich über die Überplanung und „die gute Einfügung in die Umgebung“.

In die gleiche Richtung ging die Frage von Hans Egger (Erding Jetzt), der wissen wollte, ob der Sport keine Lärmbelästigung darstelle. „Sonst sind Konflikte programmiert“, befürchtete Egger. Gotz erwiderte: „Auch deswegen gibt es das Bauleitverfahren. Das ist dafür das ideale Instrument.“

Burkhard Köppen (CSU) erkundigte sich, inwieweit die geplante Südost-Umfahrung von Erding und die damit verbundene Abhängung der Taufkirchener Straße ins Kalkül gezogen worden sei. Die B 388 ist dann nur noch eine Anliegerstraße. Gotz: „Darauf können wir aktuell keine Rücksicht nehmen. Der Bundesverkehrswegeplan ist gerade erst wieder verschoben worden.“

von Hans Moritz

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