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Eintrag ins Goldene Buch: der Freie-Wähler-Abgeordnete Benno Zierer mit den Schülerinnen sowie den Sozialkundelehrerinnen Karin Urland und Christine Graßl. 

Mädchenrealschule Heilig Blut 

Schülerinnen simulieren Landtag

Zwei zehnte Klassen der Mädchenrealschule Heilig Blut nahmen an dem Projekt „Der Landtag sind wir“ teil.

Erding – Parlamentarismus als Selbsterfahrung: Dieses Erlebnis hatten die Schülerinnen zweier zehnter Klassen der Mädchenrealschule Heilig Blut, die mit ihren Sozialkundelehrerinnen Karin Urland und Christine Graßl an dem Projekt „Der Landtag sind wir“ teilnahmen. Als Schwerpunktthema hatten sie sich die Integration von Flüchtlingen ausgesucht.

Zunächst wurden die Mädchen von den Projektverantwortlichen des Landtags in die Grundlagen der Gesetzgebung und die Arbeitsweise im Landtag eingeführt. Dann bekamen sie Arbeitsmappen mit einem von der SPD eingereichten Gesetzentwurf. Je nachdem, welcher Partei sie zugeordnet wurden, mussten sie in ihren Fraktionen ein Gesetz beraten, das den Schulen mehr Geld für die Integration von Flüchtlingskindern und Stellen für Sozialarbeiter bereitstellen sollte.

Außerdem wurde im Gesetzentwurf beantragt, dass Lehrer für Deutsch als Fremdsprache ausgebildet werden, damit sie die sprachliche Förderung von Migranten besser leisten können.

In den einzelnen Fraktionen wurde lebhaft diskutiert, bis schließlich über Änderungsvorschläge abgestimmt werden konnte. Diese mussten dann noch einmal alle Parteien im Plenum beraten. Da hier – wie im echten Landtag – die SPD keine Mehrheit hat, konnte der Entwurf nur mit einigen Veränderungen durchgebracht werden.

So erlebten die Schülerinnen, dass es in der Politik immer auch darum geht, für berechtigte Anliegen die notwendige Zustimmung der Mehrheitspartei zu bekommen. Die einzelnen Schritte der Beratungen wurden von einer Pressegruppe dokumentiert. Diese hatte auch die Aufgabe, Freie-Wähler-Landtagsabgeordneten Benno Zierer aus Freising vorzustellen.

Er besuchte die Mädchen im Anschluss an das Projekt und erzählte von seinem politischen Werdegang, aber auch von den Schwierigkeiten, als Mitglied einer Minderheitspartei im Landtag wahrgenommen zu werden. Dass manchmal aber gute Argumente nicht zählten, sondern die Fraktionsdisziplin an erster Stelle stehe, sei für ihn anfangs nur schwer zu ertragen gewesen. Trotzdem mache ihm die Arbeit viel Freude und er könne immer wieder in Gesprächen seinen Standpunkt klar machen. So gelinge es ihm auch, Interessen seiner Partei und seines Wahlkreises zu artikulieren. Zum Schluss ermunterte er die Schülerinnen, sich politisch zu engagieren und für die Demokratie einzutreten.  red

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