Schulen des Landkreises 

Schüler sparen 70 000 Euro Stromkosten

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Der Energiespar-Aufruf an den Landkreisschulen ist auf fruchtbaren Boden gefallen. Allein beim Strom fielen voriges Jahr 70 000 Euro weniger an.

Erding – Seit 2012 gibt es am Landratsamt Erding ein kommunales Energiemanagement. Ziel ist, möglichst sparsam mit den Ressourcen Strom, Wärme und Wasser umzugehen. Dazu hatte der Kreistag einen Energiersparwettbewerb an den Schulen aufgelegt. Über die Ergebnisse berichtete im Ausschuss für Bauen und Energie Michael Perzl von der Verwaltung. Allein beim Strom seien im vergangenen Jahr 13 Prozent eingespart worden – was 70 000 Euro entspricht. Laut Perzl ist dieses Ergebnis umso höher zu bewerten, als es an den Schulen immer mehr elektronische Geräte gebe, darunter die White-Boards als Ersatz für die Tafeln. Auch Computer gehörten in immer mehr Klassenzimmern zur Standardausstattung.

Beim Wasser seien fünf Prozent weniger verbraucht worden. Lediglich die Wärmenutzung ist nach den Worten Perzls 2017 angestiegen. Das sei aber anhand von zwei Faktoren erklärbar. „Januar und Februar vorigen Jahres waren sehr lange sehr kalt. Außerdem werden die Sporthallen mittlerweile auch in den Ferien und an den Wochenenden genutzt. Da können wir die Heizung nicht einfach runterfahren.“

Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) erinnerte daran, dass sich das Sparen für die Schüler gelohnt habe. Denn ein Teil des nicht ausgegebenen Geldes erhielten als Anerkennung die Schulen für Projekte. Der Kreischef berichtete, dass es sich um Beträge von bis zu 15 000 Euro pro Schule gehandelt habe.

Der Minderverbrauch fällt nach den Worten Perzls auch deswegen so üppig aus, „weil wir die Liegenschaften energetisch immer wieder modernisieren“. Als Beispiele nannte er den Austausch der Heizungspumpen und die sukzessive Einführung von LED-Lampen.

Bayerstorfer sagte, auch die Bürger animiere man zum Energiesparen, etwa mit der Aktion Kühlschranktausch.

Woher der Landkreis seine Wärme beziehe, wollte in der Sitzung Günther Kuhn (Grüne) wissen. Perzl erklärte: „Wir sind überwiegend an der Fernwärme angeschlossen. In Erding nutzen wir die Geothermie.“ Bayerstorfer ergänzte, „dass wir so viel Energie aus regenerativen Quellen wie möglich beziehen, darunter auch aus Biogas.“ Dennoch werde man nie 100 Prozent erreichen.

Rubriklistenbild: © dpa / Jan Woitas

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