Schutzschild fürs Sempt-Schwillachtal

Erding - Sechs Kommunen ziehen an einem Strang, um das Sempt-Schwillachtal zwischen Erding und Anzing zu schützen, die Gewässer aufzuwerten und die landwirtschaftliche Nutzung dort zu erhalten.

Die Stadt Erding sowie die Gemeinden Wörth, Pastetten, Ottenhofen, Anzing und Markt Schwaben haben deshalb das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK) angestoßen. Dabei halfen auch einige Behörden und viele engagierte Privatpersonen mit.

Eine Schlüsselstellung hat das Amt für ländliche Entwicklung, das über Flurbereinigungsverfahren und Dorferneuerungsmaßnahmen erheblich zur Umsetzung der Vorschläge beitragen kann. Dabei soll das Büro PAN-München helfen, das bereits das ILEK ausgearbeitet hat. Kosten: knapp 20 000 Euro. Dafür sprachen sich die Erdinger Stadträte im Planungs- und Umweltausschuss aus. Die Kosten werden zu 50 Prozent gefördert, so dass jede Kommune nur 1666 Euro zu tragen hätte.

CSU-Fraktionssprecher Jakob Mittermeier bezeichnete die Aktion „in vielerlei Hinsicht bemerkenswert“, schon allein deshalb, weil sie sechs Kommunen unter einen Hut bringe. „Ich finde es toll, dass es weitergeht“, freute sich Johanna Heindl (UWE), die sich wie Roswitha Bendl (ÖDP) im ILEK-Arbeitskreis engagiert. Die künftigen Kosten halten sich für Erding laut Stadtplaner Wilhelm Wagner in Grenzen. Auch wenn es noch keine exakte Berechnung gibt, müsse die Stadt lediglich 150 Meter Grund für einen Radweg erwerben, um den angestrebten Radrundweg im Sempt-Schwillachtal zu verwirklichen. Außerdem sollen unter anderem ein Lehrpfad und eine Freizeitkarte entwickelt werden. (zie)

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