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Den Tourismus voranbringen wollen (hinten v. l.) Thomas Albrecht, Stellvertretender Landrat Jakob Schwimmer, Christian Wolf, Franz Scharl, Manfred Kroha, Julia und Franz Hofstetter, (vorne v. l.) Margit Aschenbrenner, Ingrid Renner, Dana Klement und OB Max Gotz.

Tourismusregion Erding

Schwimmer: Mehr Werbung für die bayerische Küche

Erding – Wander- und Radwegeführer, eine abwechslungsreiche Landschaft sowie bekannte Attraktionen wie die Therme und der Erdinger Weißbräu – dass Landkreis und Stadt Erding immer beliebter unter den Urlaubern werden, bestätigten Oberbürgermeister Max Gotz und Landratsstellvertreter Jakob Schwimmer bei der Jahreshauptversammlung der Tourismusregion Erding. Deren Spitze hat sich auch im vergangenen Jahr bewährt: Margit Aschenbrenner bleibt weiterhin die Vorsitzende.

Der Tourismus im Landkreis Erding boomt tatsächlich, sagt Schwimmer. So sei es gelungen, bei den Übernachtungen die Millionengrenze seit 2013 Jahr für Jahr zu knacken. Mit 1,136 Millionen Übernachtungen habe man 2015 wieder eine Höchstzahl erreicht. Dabei sind Betriebe mit weniger als zehn Betten noch gar nicht berücksichtigt.

„Der Tourismus ist hier inzwischen zu einem Wirtschaftsfaktor geworden“, betont Schwimmer die positive Entwicklung, von der besonders die Einheimischen profitieren. „150 Euro Tagesausgaben hat jeder Übernachtende im Schnitt. Den Erdingern bieten sich zudem Arbeitsplätze und eine bessere Infrastruktur.“ Schwimmer nutzt aber auch die Gelegenheit, eine dringende Bitte an die rund 40 Anwesenden zu richten. „Wir müssen unsere bayerische Gastronomie stärker bewerben. Wir brauchen keine Werbung für Thai-Häuser, die Gäste wollen bayerische Küche.“

Zur Vorsicht mahnte hingegen OB Gotz. Man solle nicht nur das Brechen von Rekorden anstreben, sondern vor allem die Qualität halten. „Solange ich im Amt bin, werden wir bei diesem wuchtigen Wachstum nicht mitmachen“, betonte er. Eine „selbstbewusste, gemäßigte“ Entwicklung sei der richtige Weg.

„Natürlich werden auch wir eine Touristeninformation machen, aber nicht heute und nicht morgen, sondern übermorgen.“ Mit Übermorgen spricht der OB von der Erweiterung des Rathauses, wo eine Touristen-Infostelle geschaffen werden soll. Gotz richtete weiter mahnende Worte an die Mitglieder: „Wir brauchen in der Politik mehr Unterstützung von Ihnen. Ich habe darum gerungen, den Ringschluss in einer akzeptablen Variante zu bekommen, aber ich stand oft alleine da“, bedauerte er. „Der Ringschluss wird kommen, und er wird entscheidend für Sie sein, aber die Wirtschaft kommt nur, wenn sie etwas zu meckern hat.“ Einfach auf sich sitzen lassen wollte das Vorsitzende Aschenbrenner nicht: „Wir haben viel vor, aber das ist unser Ehrenamt. Da geht das nicht so schnell.“

Insgesamt 169 Mitglieder hat die Tourismusregion derzeit. Im kommenden Jahr will man den Fokus vor allem auf die Werbung legen.    

Julia Adam

Der Vorstand

Vorsitzende: Margit Aschenbrenner; 2. Vorsitzender: Christian Wolf; 3. Vorsitzende: Ingrid Renner; Schriftführerin: Evelin Gerson, Kassier: Manfred Kroha; Beisitzer: Franz Scharl, Thomas Albrecht, Franz Hofstetter, Julia Hofstetter, Dana Klement (beide neu); Kassenprüfer: Matthias Vögele, Manfred Ranft; stellv. Kassenprüfer: Randolf Gänger.

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