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Wie Töne entstehen, erklärte Kreismusikschuldirektor Bernd Scheumaier den Mini-Studenten an der Kinder-Uni. Sie durften auch selber Hand anlegen und Instrumente ausprobieren – hier versucht sich Dennis an der Taschentrompete.

Kinder-Uni: Wie kommen die Töne aus dem Musikinstrument?

Auf die Schwingung kommt’s an

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Erding - Wenn die Kinder nach dem Unterricht gar nicht nach Hause wollen, dann hat der Lehrer vieles richtig gemacht. Die Studenten der VHS-Kinder-Uni nahmen ihren Dozenten Bernd Scheumaier nach der Vorlesung noch lange in Beschlag.

Wer kindgerechten Unterricht machen will, braucht Material zum Anfassen und Ausprobieren. Davon hatte Bernd Scheumaier in der Kinder-Uni an der Volkshochschule Erding jede Menge dabei. Die Bühne war voll mit Instrumentenkoffern, die er für sein Vorlesungsthema „Wie kommen die Töne aus dem Musikinstrument?“ brauchte.

Erklären musste der Direktor der Kreismusikschule die einzelnen Musikgeräte nicht lange. Die kleinen Studenten entpuppten sich als wahre Kenner und zählten eifrig auf, welche Instrumente sie selbst spielen – Akkordeon, Gitarre, Hackbrett, Bariton, Klarinette. Auch die Einteilung in Blas-, Streich-, Zupf- oder Tasteninstrumente war den Kindern bekannt. „Und auf jedem dieser Instrumente entsteht der Ton anders“, erklärte Scheumaier.

Am Kontrabass, übrigens das größte Mitglied der Familie der Streichinstrumente, zeigte er, wie ein Ton entsteht: Man muss dazu die Saiten in Schwingung versetzen. Diese Bewegung wird an die Luft weitergegeben, über die sie schließlich auch ans Ohr gelangt. „Dort nimmt das Trommelfell die Schallwellen auf, und das Gehirn verarbeitet sie weiter“, erklärte Scheumaier.

Während man an einem Streichinstrument wunderbar beobachten kann, wie Töne durch Schwingungen entstehen, ist das bei vielen anderen Instrumenten schwieriger; beim Akkordeon zum Beispiel, weshalb Scheumaier mit Hilfe der Jungstudenten Magdalena und Alexander zum Schraubendreher griff und das Handzuginstrument kurzerhand auseinander nahm. Heraus kam etwas, das aussieht wie eine „Bienenwabe mit Löchern“. Pustet man in diese hinein, geraten kleine, freischwingende Metallzungen in Bewegung und es entstehen Töne. Im Akkordeon selbst übernimmt das Pusten der Blasebalg.

Bei der Trompete erzeugt man die Schwingungen mit den eigenen Lippen. Wie das geht, durften die Kinder selber auf einer kleinen Taschentrompete ausprobieren.

Und zu guter Letzt erklärte Scheumaier, dass bei der Klarinette die Schwingungen mit dem Mundstück und einem Rohrblatt erzeugt werden, das aus Schilfrohr, aber auch aus anderen Natur- oder Kunststoffen bestehen kann. Besonders beeindruckt waren die Kinder vom Krummhorn, das vor vielen Jahrhunderten entwickelt worden ist. Auch hier dreht sich alles um die richtige Schwingung, in diesem Fall um die von zwei Rohrblättern.

Und ein Instrument schließlich haben wir immer mit dabei: unsere Stimme. „Wie beim Akkordeon gibt es auch hier einen Blasebalg“, erklärte Scheumaier – das Zwerchfell. Und wie das funktioniert, probierten die Kinder zusammen aus. Klatschend, schnipsend und stampfend begleiteten sie sich selbst beim Kinderlied „Auf der Mauer, auf der Lauer“.

Vroni Macht

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