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Stellten ihren neuen Film in Erding vor (v. l.): Regisseur Henrik Regel sowie die Schauspieler Ellenie Salvo González und Barnaby Metschurat.

Cineplex-Kino Erding 

„Sex and the City“ aus Männersicht

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Erding – Filmstars auf Stippvisite im Erdinger Cineplex-Kino: Regisseur Henrik Regel und die Schauspieler Ellenie Salvo González und Barnaby Metschurat stellten ihren neuen Film „Wie Männer über Frauen reden“ vor.

Man kennt ihre Gesichter aus dem Kino oder Fernsehen: Hautnah erlebten die Erdinger nun Ellenie Salvo González und Barnaby Metschurat. Nach einem Gespräch mit der Presse blieb vor dem Film „Wie Männer über Frauen reden“ gut eine Viertelstunde für Fragen aus dem Publikum, bevor es für den Regisseur und seine beiden Darsteller weiter ging ins Neufahrner Cineplex. Vor allem Metschurat dürfte den Erdingern bekannt gewesen sein. Erst am Pfingstmontag spielte er im „Tatort“ mit.

Feste Partnerschaft oder unverbindliche Beziehung? Familie oder Partyleben? Sesshaft werden oder ewig durch die Bars ziehen? Es sind diese Fragen, die im Mittelpunkt der Großstadtkomödie „Wie Männer über Frauen reden“ stehen. Da wird viel getrunken und geraucht, noch mehr gekifft und Zoten gerissen – von den Damen genauso wie von den Herren der Schöpfung.

Frauen, die derbe Sprüche raus hauen und die Dinge beim manchmal nicht ganz jugendfreien Namen nennen, kennt man ja schon aus „Sex and the City“. Und ein bisschen ist „Wie Männer über Frauen reden“ auch wie „Sex and the City“ – „nur aus Männersicht und ohne den ganzen Mode-Kram“, sagt Regisseur Henrik Regel. Dafür werden einige „Prototypen von Männern mit einer gewissen Leichtigkeit vorgestellt“, beschreibt Salvo González, die den weiblichen Kumpel-Typ Tine spielt.

Wie aus der Klischeekiste gezogen wirkt zum Beispiel der leicht schnodderige und vor allem junge Frauen verführende DJ (Oliver Korittke). Sein 21-jähriger Sohn Martini (Frederick Lau) hingegen sucht als hoffnungsloser Romantiker die große Liebe. Barbesitzer und Lebemann Frankie (Metschurat) schleppt ebenfalls ab, was er kriegen kann. Und Marco (Kida Khodr Ramadan) ist mit seiner Traumfrau verheiratet, trauert aber den Zeiten nächtlicher Pirsch hinterher.

„Das alles wirkt auf den ersten Blick sehr machoesk. Aber am Ende sind es dann doch die Frauen, die das Zepter in der Hand halten“, verrät Regisseur Regel. Sein Film sei mehr als nur „oberflächliches Geplapper von nicht Erwachsenwerden wollenden Berlinern. Er ist ein Abbild von in der Großstadt verloren gegangenen Typen, die man lieb haben wird“. Und tatsächlich sind die Charaktere, so platt und klischeehaft ihre Sprüche auch sein mögen, liebenswerte Typen mit Herz. Hinzu kommen das Kreuzberger Flair rund ums Kottbusser Tor, wo gedreht wurde, und ein genialer Soundtrack unter anderem mit Seeed, Marteria, Romano und Prinz Pi.

„Man muss sich einfach auf die Welt einlassen, die wir erzählen, und man wird verzaubert sein“, sagt Salvo González. Das Drehbuch hat Carsten Regel geschrieben, der Bruder des Regisseurs und Miteigentümer der Berliner Bar Muschi Obermaier. „Dort hat er diverse Beobachtungen gemacht und sie dann aufgeschrieben“, erzählt Henrik Regel, der mit dem Streifen sein Spielfilmdebüt abliefert.

Im Gespräch mit dem Publikum wollten die drei Gäste nicht zu viel verraten, da die Zuschauer den Film noch nicht gesehen hatten. Dafür plauderten sie über seine ungewöhnliche Entstehung. Denn der Streifen wurde ohne Filmförderung, nur aus privaten Mitteln finanziert. Alleine über ein Crowdfunding-Projekt hätten mehr als 700 Privatpersonen gut 400 000 Euro investiert. „Das nutzen normalerweise Startup-Unternehmen. Im Filmbereich hatte es das erst einmal gegeben – bei Stromberg“, verrät Regel. Und wie hat er dennoch etablierte Darsteller verpflichten können? „Da gab es einen Freundschaftspreis“, sagt Metschurat augenzwinkernd.

Vroni Macht

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