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Die Reste vom Feste auf dem Schrannenplatz beseitigten am Neujahrsmorgen bienenfleißige Mitarbeiter des Bauhofs Erding.

Silvesterbilanz

Elfjährige bei Feuerwerk leicht verletzt

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Erding - Weitgehend ruhig und friedlich verlaufen ist der Jahreswechsel im Landkreis Erding. Die Einsatzkräfte berichten lediglich von kleineren Zwischenfällen. Einer Frau konnten die Retter allerdings nicht mehr helfen.

Es war weit nach Mitternacht, als bei der Integrierten Leitstelle Erding der Notruf einging, eine ältere Dame in Dorfen atme nicht mehr. Um möglichst schnell Hilfe leisten zu können, wurde neben dem Rettungsdienst auch die Feuerwehr Dorfen alarmiert. Retten konnte sie jedoch niemand mehr, trotz Reanimation verstarb sie in der Silvesternacht.

Medizinisch verlief der Jahreswechsel eher ruhig. In der Notaufnahme des Klinikums Erding wurden am letzten Tag des Jahres 63 Patienten versorgt. Nach Mitternacht bis zum frühen Morgen waren es zehn. Darunter waren eine Feuerwerksverletzung sowie zwei Vollräusche. „Es war eine ganz normale Nacht“, so eine Mitarbeiterin der Ambulanz auf Anfrage unserer Zeitung. An anderer Stelle im Klinikum hätte man nach Mitternacht gerne mehr zu tun gehabt: Ein Neujahsbaby gibt es heuer keines.

Die Integrierte Leitstelle Erding koordinierte über Silvester in den Landkreisen Erding, Ebersberg und Freising 74 Einsätze für den Rettungsdienst sowie 14 Krankentransporte. 15 Verletzte wurden versorgt. Hinzu kamen 14 Feuerwehralarme, fünf im Kreis Erding.

Mirjam Vogt von der Polizeiinspektion Erding berichtet von einer „bis auf wenige Einsätze ruhigen Nacht“. Kurz nach Mitternacht löste die Brandmeldeanlage im Rathaus aus. Die Feuerwehr Erding rückte aus, konnte aber unverrichteter Dinge wieder abziehen. Der Pulverdampf des Feuerwerks auf dem Schrannenplatz hatte die Sensoren im Inneren irritiert.

In der Innenstadt feierte auch ein elfjähriges Mädchen mit ihrer Familie. Sie wurde von einem Knallkörper getroffen und leicht am Auge verletzt. Zur Sicherheit kam sie ambulant ins Krankenhaus. Kurz nach 1 Uhr löste dann noch die Brandmeldeanlage des Lichtspielberg-Kinos aus.

Weiter berichtet Vogt von einigen kleineren Sachbeschädigungen über den Jahreswechsel. Unter anderem wurde an der Dorfener Straße ein Briefkasten der Deutschen Post aus der Verankerung geschlagen.

Zu einem brennenden Recyclingcontainer musste am Silvesterabend kurz nach 21 Uhr die Hohenpoldinger Feuerwehr ausrücken. Unbekannte hatten vorsätzlich oder fahrlässig einen Dosencontainer ins Brand gesteckt. Er brannte völlig aus. Hinweise auf die Verursacher erbittet die Dorfener Polizei unter Tel. (0 80 81) 9 30 50.

Das neue Jahr als Fußgänger wider Willen beginnt ein Taufkirchener. Der 22-Jährige war am frühen Neujahrsmorgen von einer Streife der Dorfener Polizei kontrolliert worden. Der Alkomat zeigte einen Wert im Straftatenbereich an, also mehr als 1,1 Promille. Er muss mit einem Verfahren rechnen.

Erheblich über den Durst getrunken hatte auch ein Oberdinger, der in der ersten Nacht 2017 gegen 3.50 Uhr an der Aral-Tankstelle an der Sigwolfstraße in Erding an den Alkomaten gebeten wurde. Der Wert war so hoch, dass im Klinikum eine Blutentnahme veranlasst wurde. Sein Auto musste der 35-Jährige sofort abstellen, er hat zudem mit Führerscheinenzug und hoher Geldstrafe zu rechnen.

Das kommt auch auf einige Raser zu, die am Morgen des Silvestertags auf der B 15 bei St. Wolfgang kontrolliert wurden. Polizeihauptmeister Matthias Mayer berichtet, dass mehrere Fahrer teils deutlich zu schnell dran gewesen seien. Unter anderem wurde ein 56-Jähriger erwischt, wie er mit 94 Kilometern pro Stunde durch die geschlossene Ortschaft raste. Er muss 200 Euro Strafe zahlen, bekommt zwei Punkte in Flensburg und darf zwei Monate nicht ans Steuer.

Post vom Staatsanwalt bekommen wird auch ein Erdinger, der an Silvester am Steuer eines Taxis saß. Am Klinikum wurde der 31-Jährige überprüft – und konnte weder eine gültige Fahrerlaubnis noch einen Taxischein vorweisen.

Bereits am Freitag hatte die Erdinger Feuerwehr einen Einsatz an der Brauerstraße. Wasserdampf aus einer defekten Heizungsanlage war als Kellerbrand interpretiert worden. Vor Ort konnte gegen 22 Uhr rasch Entwarnung gegeben werden. Die Einsatzkräfte sorgten dafür, dass die Bewohner die Nacht nicht in der Kälte verbringen mussten.

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