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Singen, Tanzen und Eiskugelweitkullern mit dem kleinen Eisbär

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Die beiden Eskimos lassen eine Tanne liegen. Eisbär Lars will herausfinden, was es damit auf sich hat.  Fotos: Anderka
Die beiden Eskimos lassen eine Tanne liegen. Eisbär Lars will herausfinden, was es damit auf sich hat. Fotos: Anderka

Erding - "Frohe Weihnachten kleiner Eisbär" schallte es in der Stadthalle Erding: Die Kinder tanzten auf den Stühlen - und die Eltern sangen mit.

Das aufgeregte Rascheln, Quasseln und Stühle-Rutschen verstummt im großen Saal der fast ausverkauften Erdinger Stadthalle, als Hugo, der Angsthase, die Bühne betritt. Im birnenförmigen Flauschkostüm, mit rosa Schal um den Hals. Die Bühne ist mit bemalten Pappkartons in eine Eiswinterlandschaft verwandelt worden. Mit großen Augen verfolgen die kleinen Besucher den Anfang des Familienmusicals „Frohe Weihnachten kleiner Eisbär“. Ein Fünfjähriger wundert sich allerdings: „Was macht denn ein Hase am Nordpol?“ Doch es gibt gleich mehr zu lachen, als sich Lars, der kleine Eisbär, und sein tollpatschiger Freund Robbi, die Robbe, im Eiskugelweitkullern versuchen.

Dann allerdings kommen Eskimos und wollen den süßen Robbi erschießen. Die Kinder zittern mit und sind glücklich, dass sich die Eskimos dafür entscheiden, an Weihnachten niemandem etwas zu Leide zu tun. Die Nordpolbewohner lassen jedoch eine Tanne zurück. Die veranlasst Lars und Robbi, herauszufinden, was Weihnachten wirklich ist. Dazu begeben sie sich auf eine abenteuerliche Reise.

Als sie Orka, dem Wal, begegnen, stimmt der einen umgedichteten Udo-Jürgens-Klassiker an: „Ich war schon öfter in New York“. Sofort singen und klatschen auch Mamas und Papas mit. Überhaupt sind die Musikeinlagen der Hit bei Groß und Klein, so mancher tanzt und schunkelt auf seinem Stuhl - davon hätte es in der zweistündigen Aufführung ruhig mehr geben können.

Faszinierend ist auch, wie schnell sich die Bühnenbilder wandeln. Ändert sich die Eislandschaft in das Menschendorf, die Wal-Haltestelle oder die Nordpolstation, so müssen die Kinder nicht lange warten - es werden einfach die bemalten Pappkartons umgedreht. Die vier Darsteller vom Theater Concept aus Flensburg, die mit dem Musical durch Deutschland touren, geben sich große Mühe, mit den bekannten Figuren des Kinderbuch-Autors Hans de Beer ein spannendes und lustiges Weihnachtsmusical zu entwickeln. Der Inhalt entspricht der Altersangabe ab drei Jahren, jedoch nicht die Länge. Zwei Stunden sind zu lang für Kinder unter sechs Jahren. Deshalb ist es in den letzten 30 Minuten auch ziemlich unruhig.

Doch als Lars, Robbi, der Nordpol-Forscher und seine Freundin Uta zum Schluss Autogramme verteilen, wollen die kleinen Gäste nicht mehr heim. Geduldig stellen sie sich in die Schlange, um sich bei den Darstellern zu verabschieden und eine persönliche Widmung mit nach Hause zu nehmen.

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