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Etwas luftiger zeigt sich heuer das Sinnflut-Gelände. Richtung Tennishallen wird 20 Meter in die Breite gegangen, dadurch verändern sich Wegführung und die Platzierung einzelner Stände.

Neuer Plan

Sinnflut breitet sich aus

Erding – Das Sinnflut-Gelände zeigt sich in diesem Jahr weitläufiger. Dadurch gibt es auch Veränderungen in der Wegführung und bei den Platzierungen der Marktstände, des Sandhaufens und des Cafés Krönauer.

Zwei Gründe waren ausschlaggebend, dass die Sinnflutmacher das Gelände 20 Meter in die Breite ziehen mussten. Die Stadt hatte die Wasserversorgung vor Ort verändert, gleichzeitig wurde ein neues Fluchttor Richtung Stadion vorgeschrieben, um dort bei Bedarf eine medizinische Versorgung mit Hubschrauber-Landeplatz gewährleisten zu können, erklärt Peter Feller, Geschäftsführer der Sinnflut GmbH.

Generell wird es mehr Platz geben. Die Straße, die zum Blumenhof führt, wird miteinbezogen und für den Verkehr gesperrt – ebenso das Gelände mit den Bäumen vor den Tennishallen. Dort wird laut Feller das Gasthaus Oberndorf unter schattigen Bäumen seine Pizzen anbieten. „Das ist dann wie ein Biergarten“, sagt Feller. Zudem entsteht ein neues Fluchttor Richtung Stadion hinter der Raiffeisenbühne, weshalb der Stand mit dem indischen Essen und das Farbenzelt an anderer Stelle platziert werden. Die Logistik rutscht ebenfalls Richtung Tennishallen, wodurch die Wege auf dem Sinnflut-Gelände breiter und der Platz in der Mitte und vor dem Tanzgarten großzügiger werden. Die Sinnflut-Fläche ähnelt nun der der Erdinger Autoschau oder des Herbstfestes.

Dadurch ergeben sich ein paar Änderungen bei der Anordnung der Stände. Der Sandhaufen wird größer und ist auf die gegenüberliegende Seite nach vorne gerutscht. An die Stelle des früheren Sandhaufens rückt das Café Krönauer, weil an der ursprünglichen Stelle nun das Trafohaus steht. Feller sagt jedoch, dass er nicht im Detail sagen könne, wo letztlich alles platziert ist, da erst jetzt mit dem Aufbau begonnen werde. „Die Schwierigkeit ist, dass wir uns nicht an die Wege halten können.“ Außerdem sei die Wasserversorgung teilweise oberirdisch.

Die neue Situation ermöglicht auch, dass sich ein paar Marktstände mehr ansiedeln können. Sinnflut-Marktleiter Kare Götze erklärt die Neuerungen: „Ausschlaggebend ist, dass sich Sinnflut und Tollwood an einem Wochenende überschneiden. Das betrifft acht Stände, ein paar teilen sich auf. Dennoch entsteht Platz für neue Bewerber.“ So ist dieses Jahr ein Glasbläser vertreten, der an seinem Stand auch Vorführungen angekündigt hat. Außerdem wird sich ein Stand mit dem Motto „Schöner wohnen mit Holz“ präsentieren. Ebenso gibt es eine kulinarische Neuerung: einen Essensbuden mit so genannten Mamba-Wraps.

Knapp 100 Stände werden inklusive der Essensstände vor Ort sein. Götze freut sich, dass die Wegführung dieses Jahr etwas anders ist. „Da entdeckt man etwas, was das gewohnte Auge vielleicht nicht gesehen hätte.“ Am meisten freut sich der Marktleiter über Bewerber, die „Kurioses“ anbieten. „Man sollte den Schmuck oder das Kunsthandwerk nicht auch in der Innenstadt kaufen können.“ Zudem lege er Wert auf eine ansprechende Gestaltung der Stände. „Ich mag es gar nicht, wenn die Anbieter nur ein Zelt aufstellen.“ Als positives Beispiel nennt er den Asienbasar. „Das ist ein Container, aber der ist so schön verziert, dass das keiner merkt.“

35 Prozent der Bewerber würden Schmuck verkaufen. Davon habe er jedoch schon genügend. Er nehme nur noch Schmuckkünstler auf, die etwas Besonderes machen wie „Blattgold“, die filigrane Blätter versilbern.

Zum ersten Mal ist heuer das Werkstatt-Café der Caritas auf Sinnflut vertreten. Die Festival-Besucher haben die Möglichkeit, dort Dinge reparieren zu lassen.

Kulinarisch ist auch wieder jede Menge geboten: „Bis auf Afrika sind alle wieder da“, freut sich Götze.

Die drei Musik-Bühnen sind an gewohnter Stelle zu finden. „Die können wir gar nicht verrücken, sonst würden sie sich gegenseitig stören“, erklärt Feller.

Das Sinnflut-Festival

beginnt am Freitag, 22. Juli, und dauert bis Sonntag, 31. Juli. Das genaue Programm findet man unter www.sinnflut.biz

Alexandra Anderka

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