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Prächtig verstanden haben sich gestern im Rathaus OB Max Gotz (r.) und Heimatminister Markus Söder beim Eintrag ins neue Goldene Buch der Stadt.

Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Erding 

Söder: Mehr Geld für den Ringschluss

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Erding – Mit guten Nachrichten im Gepäck kam Finanz- und Heimatminister Markus Söder gestern nach Erding. Er versprach, ausreichend Gelder bereitzustellen, damit der S-Bahn-Ringschluss solide und zügig realisiert werden könne. Auch der Flughafen soll noch einmal drauflegen.

Den Besuch in Erding hatte Oberbürgermeister Max Gotz vor genau einem Monat eingefädelt – beim Festakt zu Landrat Martin Bayerstorfers 50. Geburtstag.

Gotz lud Finanz- und Heimatminister Markus Söder ins Rathaus ein. Mit dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt wollte sich der OB dafür bedanken, dass Söder Erding im Frühjahr zum Oberzentrum erhoben hatte.

Gestern früh, pünktlich um 8.30 Uhr, fuhr der CSU-Politiker, der 2018 Ministerpräsident Horst Seehofer beerben möchte, einer großen schwarzen BMW-Limousine vor dem Rathaus vor. Im sandfarbenen Anzug stieg er aus und wurde noch auf der Straße von Gotz begrüßt. Schon da wurde deutlich, dass sich die beiden bestens verstehen.

Im Amtszimmer des OB ging Söder auf den Ringschluss ein. Er bezeichnete ihn nicht nur als „absolut notwendig“, sondern versicherte auch, die finanziellen Hausaufgaben zu machen, um die Verlängerung der S-Bahn über Erding hinaus zum Flughafen sowie bis Freising zügig umzusetzen. „Wir müssen die Verkehrswege in der Region endlich voranbringen“, so Söder.

Nicht nur die Staatsregierung stehe zu ihrem Wort. „Ich werde auch noch einmal mit dem Flughafen reden, damit er einen weiteren Teil der Finanzierung übernimmt.“ Söder ist bekanntlich Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen München GmbH. Er erwähnte aber auch den Beitrag der Stadt Erding.

Explizit sprach Söder von der Variante einschließlich Südtunnel – sprich die verlängerte Röhre bis in den Stadtpark, die den Übergang Haager Straße überflüssig macht.

Der Heimatminister lobte Bestrebungen, im Rahmen der Landesplanung aus dem Flughafenunland eine eigene planerische Region zu formen: der Airport mit den Landkreisen Erding und Freising. „Das ist in Bayern eine einzigartige Konstellation, um die man sich besonders kümmern muss.“ Etwas Vergleichbares gebe es im touristisch geprägten Oberland.

Ansonsten hatte Söder viel Lob im Gepäck. Erding sei eine Leistungsregion, „vielleicht eine der leistungsstärksten in Deutschland und Europa“. Der CSU-Politiker hob auch das „enorme Entwicklungspotenzial“ der Großen Kreisstadt hervor. Bei allem Wachstum gelte es die Balance zu wahren „zwischen Dynamik und Lebensqualität“.

Deswegen sei es nur selbstverständlich gewesen, Erding zum Oberzentrum zu deklarieren. Immerhin habe die 38 000-Einwohner-Stadt „große Perspektiven“. Die könnten nun noch schneller und unkomplizierter umgesetzt werden. Söder erinnerte etwa an größere Verkaufsflächen, an die Ansiedlung überörtlich bedeutsamen Handels sowie zentrale Einrichtungen wie Kliniken und Behörden. Söder: „Nach München kommt Erding.“

Zuvor hatte Gotz seinem Parteifreund für dessen Einsatz gedankt, dass Erding Oberzentrum wird. „Es ging nicht darum, dass wir irgendeinen Titel wollten, wir wollten den Gleichklang mit anderen Oberzentren.“ Künftiges Wachstum habe nun eine ganz andere Qualität.

Als ein Beispiel nannte Gotz das Amtsgericht. Das platze aus allen Nähten. Der Ausbau zu einem Justizzentrum beziehungsweise ein Neubau seien im einem Oberzentrum leichter zu realisieren. Söder merkte dazu an, dass Erding erste Adresse bei der Ansiedlung überörtlich relevanter Einrichtungen sei. „Der Umkehrschluss gilt genauso: Wenn etwas aufgegeben werden muss, dann sicher nicht zunächst in einem Oberzentrum.“

Söder war der erste, der im neuen Goldenen Buch unterschrieb. Darin heißt es, mit dem Eintrag bringe die Stadt den Dank „für die gemeinsamen erfolgreichen Anstrengungen“ zum Ausdruck. Neben seine Unterschrift setzte Söder den Vermerk: „Hier ist die Zukunft zu Hause.“

Hans Moritz

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