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Voll unter Strom: Das Blasorchester der Kreismusikschule zeigt beim Konzert am kommenden Samstag seine Bandbreite.

Konzert des KMS-Blasorchesters

Spannende Mischung aus Marsch, Rock und Jazz

Erding – Das Blasorchester der Kreismusikschule Erding (KMS) zeigt am Samstag, 30. April, um 19 Uhr, welch breites Spektrum es beherrscht. Ob Barockmusik, Märsche, Filmmusik, Solostücke mit Orchester, Rock&Pop oder heißer Bigband-Jazz – alles steht auf dem Programm des Konzerts „Voll unter Strom“ in der KMS.

Damit alles gelingt, war das KMS-Blasorchester zwischen 22. und 24. April beim Probenwochenende in Gleißenberg. Orchesterchef und Dirigent Kurt Müllerer sorgte hier noch für den Feinschliff.

Den Anfang macht eines der wohl berühmtesten Werke der Barockmusik: Die „Wassermusik“ von Händel mit ihren fulminanten fünf Sätzen „Alla Hornpipe“, „Bourrée“, „Air“, „Menuet“ und „Allegro“. Dann gibt es einen Wechsel in die Sphäre des Marsches: Julius Fucik gilt als einer der renommiertesten Komponisten dieses Genres. Mit dem „Florentiner Marsch“ hat er ein Werk geschaffen, das an die Grenzen dessen geht, was in der Militärmarsch-Gattung möglich scheint. Diese Spannung macht den Reiz aus.

Dann folgt „Games of Thrones“, das musikalische Hauptthema zu einer erfolgreichen Fantasy-Fernsehserie aus den USA. Die pathetisch- bombastische Musik des Komponisten Ramin Djawadi geht unter die Haut. Das Gleiche gilt für die Musik und die dazugehörige Geschichte von „Großvaters Uhr“ . Letztere erzählt, wie eine große Standuhr das Leben des Großvaters begleitet und exakt zum Zeitpunkt seines Todes, ihre weitere Arbeit einstellt. Orchesterleiter Kurt Müller ist bei diesem Stück mit einem extra langen Tenorhorn-Solo besonders gefordert.

Das KMS Blasorchester spielt zudem einen Hit des irischen Singer-Songwriters Gilbert O‘Sullivan, dessen Markenzeichen am Klavier die „Schlackenkappe“ und seine Pumphose waren: „Matrimony“, ein schmissiges, mit eingängig-peppigen Melodieteilen versetztes Stück, das gerade von den Posaunen vorangetrieben wird.

Rockig wird es dann mit „Totally Tina Turner“. Klug arrangiert von Ralph Ford, ertönen Welthits der Rock-Lady, deren Ruhm mehrere Jahrzehnte überdauerte, wie: „We Don‘t Need Another Hero“, What‘s Love Got To Do With It?“ oder „Proud Mary“.

Dann ein krasser Wechsel, doch es geht kein bisschen langsam weiter: „Der Trompeten Jodler“, ursprünglich von James Last komponiert, wird er hier in einer Version von Hans Derks umgesetzt.

Den Abschluss des Konzerts bildet „High Voltage“, ein Bigband-Jazzstück des Komponisten Thierry Deleruyelle, das Tempo, Spannung, Harmonien und Soli miteinander vereint. Hier muss das Orchester an seine Leistungsgrenzen gehen. Wichtiger als diese Tatsache ist aber der Charakter und die Klasse des Stücks: „High Voltage“ eben. „Voll unter Spannung“ stehen jedenfalls schon jetzt die etwa 50 Musiker. Moderatorin Eleni Lehner wird durch den Abend führen.

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