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Freuten sich über die gelungene Veranstaltung (v. l.): Jochen Matthes (Union Investment), Referent Markus Gürne („Börse vor acht“), Cineple x-Leiterin Veronika Fläxl, Raiffeisenbank-Vorstand Erding Christian Berther und Albert Sellmayer, Eigentümer der Cineplex-Immobilie.

Raiffeisenbank lädt ins Cineplex-Kino

Spar-Tipps vom Börsenexperten

Erding - Die Welt ist eine Börse. Davon ist Markus Gürne überzeugt. Wie politische Ereignisse mit der Wirtschaft zusammenhängen, das erklärte der aus dem Fernsehen bekannte Experte bei einer Veranstaltung in Erding.

Die Raiffeisenbank Erding hatte in Zusammenarbeit mit Union Investment zur Kundenveranstaltung ins Cineplex-Kino eingeladen. Vorstandsvorsitzender Christian Berther und Kino-Chefin Veronika Fläxl begrüßten 170 geladene Gäste. Dort, wo früher das Raiffeisenlagerhaus war, steht seit 17 Jahren das Kino. „Wir freuen uns, als Mittelständler in der Region für die Region zu arbeiten“, erklärte Fläxl und informierte, dass jährlich rund 350 000 Besucher ins Erdinger Cineplex kommen. Die große Leinwand benötigte ARD-Experte Markus Gürne („Börse vor acht“) für seinen Vortrag kaum. Er zeigte lediglich Weltkarten, auf denen verschiedene Länder – je nach Bedeutung und Einfluss – hervorgehoben wurden. Ansonsten gab er wertvolle Informationen über das weltpolitische Geschehen.

Gürne will das Thema Börse so erklären, dass es auch „Erna Klawudke aus Gelsenkirchen-Süd versteht“. So einfach war es in Erding nicht. Es war schon die Aufmerksamkeit der Zuhörer gefordert, um die mächtigen Einflüsse der vier Pole USA, Russland, Indien und China zu verstehen.

Eines ist für den studierten Juristen Gürne klar: „Friede, Freiheit und Sicherheit sind die Grundlagen und das Fundament für Wohlstand.“ Was aber heißt das wirtschaftlich und finanzpolitisch? Wie kann man sein Geld in nahezu zinsfreien Zeiten noch gewinnbringend anlegen? Ein Patentrezept hatte Gürne nicht. „Wir sind ein Land voller Sparer. Wir müssen nun anders sparen“, sagte er. Fonds seien eine Alternative. Ein entscheidender Faktor ist hier neben dem Geld die Zeit. „Mein Tipp: Schauen Sie Nachrichten und erstellen Sie sich einen persönlichen Bilderrahmen. Was mögen Sie und was nicht? Dann gehen Sie zu Ihrer Bank“, gab er den Zuhörern mit auf den Weg.

Der Deutsche Aktienindex (DAX), der derzeit bei rund 13 000 Punkten ist, wird nach Gürnes Meinung auf 20 000 Punkte steigen. „Die Frage ist nur, ob in zehn oder in zwölf Jahren“, sagte der 46-Jährige.

„Sind Nachrichten überhaupt objektiv?“, wollte ein Zuhörer wissen. Gürne sieht in der Berichterstattung oftmals die Gefahr, dass Bericht und Kommentar ineinander verschmelzen. „Das größte Problem aber ist das Smartphone. Jeder kann senden“, kritisierte er.

Den ersten Höhenflug gab es anschließend für alle Gäste, ohne gleich zu investieren. Extra für diesen Abend hatte die Sky-Bar geöffnet. David Ritter und sein Team sorgten für ein gelungenes Event. Musikalisch unterhielt das Duo Black Jack. (red)

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