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Jutta Harrer Die SPD-Stadträtinist Seniorenreferentin.

SPD-Antrag 

Seniorenbüro im Rathaus: Stadtratsmehrheit lehnt ab

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ie Mehrheit der Erdinger Stadträte sieht keine Notwendigkeit, im Rathaus ein Seniorenbüro einzurichten und mit einer Halbtagsstelle zu besetzen. Ein entsprechender SPD-Antrag wurde am Dienstagabend mit 30:10 Stimmen abgelehnt.

Erding– Die Mehrheit der Erdinger Stadträte sieht keine Notwendigkeit, im Rathaus ein Seniorenbüro einzurichten und mit einer Halbtagsstelle zu besetzen. Ein entsprechender SPD-Antrag wurde am Dienstagabend mit 30:10 Stimmen abgelehnt.

Seniorenreferentin Jutta Harrer (SPD) hatte ihren Antrag damit begründet, dass sich die Akteure der Seniorenarbeit in der Stadt „eine solche neutrale städtische Stelle wünschen“. Dies sei bei zwei Treffen deutlich geworden, zu denen Harrer eingeladen hatte. Gekommen waren Vertreter von VdK, Sozialverband Deutschland, Nachbarschaftshilfe, Malteser, BRK, SpVgg Altenerding, AWO, Nachbarschaftshilfe, Hospizverein, vom Katholischen Bildungswerk sowie von den Pfarreien Altenerding und Erding. Sie alle würden hervorragende Arbeit leisten, betonte Harrer.

Ihr ging es nicht darum, Mängel aufzuzeigen, sondern eine hauptamtliche Unterstützung an neutraler Stelle zu installieren, „die von möglichst allen Akteuren der Seniorenarbeit akzeptiert wird“. Das Seniorenbüro könne beraten und zu Ämtern oder Verbänden vermitteln, den Senioren einen Überblick über das Angebot geben.

OB Max Gotz (CSU) war das zu dürftig. Er erklärte zudem, „wir haben hervorragend funktionierende Strukturen“. Diesen sollte man kein konkurrierendes Element entgegensetzen. „Ich kann den Bedarf und die Notwendigkeit augenblicklich nicht erkennen“, sagte Gotz. Auch bei seinen Nachfragen im Rathaus und in der Senioren-Bürgerversammlung sei ihm keine Kritik zu Ohren gekommen. Es sei nicht so, „dass wir in die Seniorenarbeit nicht investieren wollen. Wir haben im Rathaus Strukturen, dass sofort weitervermittelt wird“. Jakob Mittermeier (CSU) erinnerte an die Stelle für Seniorenangelegenheiten im Rathaus, die es schon gebe und „die wir wohl bekannter machen müssen“.

Auch Rainer Mehringer (Freie Wähler) pflichtete Gotz bei und sprach Harrer direkt an: „Wir haben doch Sie als Seniorenreferentin als Ansprechpartnerin.“ Dem widersprach seine Fraktionskollegin Petra Bauernfeind vehement. Sie war als Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe bei den Treffen dabei und betonte, „der Wunsch nach einer Koordinationsstelle ist groß“. Die Seniorenreferentin sei die Brücke zum Stadtrat und könne die vielfältigen Aufgaben nicht leisten. Außerdem: „Die Menschen, die Frau Harrer meint, kommen nicht ins Rathaus.“ Gotz konterte, dann seien doch Zweifel angebracht, wenn das Seniorenbüro im Rathaus installiert werden solle.

Hans Egger (Erding Jetzt) zeigte sich irritiert, dass Bauernfeind „Gehbehinderte und Menschen in sozialen Notlagen ins Spiel gebracht hat. Ich dachte, wir reden über Senioren, die Kontakte haben und ehrenamtlich arbeiten wollen“. Hier sei sicher Potenzial da. Allerdings war auch Egger der Meinung, das könne einfacher und kostengünstiger umgesetzt werden. „Vielleicht gibt es im Haus am Rätschenbach Freiwillige, die das machen.“ Dort richtet das BRK einen Bürgertreff ein.

Letztlich stimmten die SPD-Fraktion, die Grünen, Bauernfeind und Stefan Lorenz (Linke/Pirat) für den Antrag. 30 Stadträte sagten Nein.  zie

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