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Blumen für die Kandidatinnen (v. l.): SPD-Kreisvorsitzender Martin Kern, Gertrud Eichinger (Landtag), Ulla Dieckmann (Bezirkstag) und die Ebersberger Landtagsabgeordnete Doris Rauscher. 

SPD-Kreisverband Erding

3. Landrätin Eichinger will in den Landtag

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Finsing - Die Erdinger SPD geht mit Gertrud Eichinger und Ulla Dieckmann in die Landtags- und Bezirkstagswahl. Beide wurden in Finsing einstimmig nominiert.

„Mit Ulla Dieckmann und Gertrud Eichinger haben wir zwei starke Kandidatinnen“, freute sich SPD-Kreisvorsitzender Martin Kern nach der Nominierung in Finsing. Beide wurden jeweils von 39 Stimmberechtigten einstimmig und ohne Enthaltung gewählt.

Dieckmann, Zweite Bürgermeisterin der Gemeinde Wörth und Fraktionsvorsitzende der SPD im Kreistag, kandidiert bereits zum zweiten Mal für den Bezirkstag. „Vor allem der Gewässer- und damit der Hochwasserschutz liegen mir am Herzen“, sagte die 55-Jährige. Da der Bezirkstag als dritte kommunale Ebene für die Gewässer zweiter Ordnung zuständig sei, könne sie da Einfluss ausüben.

Stark machen würde sie sich aber auch für den Naturschutz, kündigte sie an. „Wir müssen besonderes Augenmerk auf die Imker und die Fischer legen“, sagt sie, „das sind ebenfalls sehr wichtige Themen im Bezirkstag.“

Doch das größte Anliegen für die studierte Sozialpädagogin sei die Teilhabe von Menschen mit psychischen und physischen Beeinträchtigungen. Besonders Inklusion sei ein Thema, was in Deutschland noch oft ein Tabu sei, während andere Länder schon sehr viel mehr täten, um benachteiligte Menschen in die Gesellschaft zu integrieren. Als Beispiel nannte die Lokalpolitikerin eine Fachschule für Landwirtschaft in Südtirol, die sie kürzlich besucht habe. Dort würden Menschen mit Behinderung zusammen mit Gesunden in einer Klasse unterrichtet. „Da steht dann auch zusätzlich speziell geschultes Personal zur Verfügung. Bei uns werden Lehrer oft mit dem Problem allein gelassen“, sagt Dieckmann.

Umdenken müsse man auch bei der Integration von Flüchtlingen, die häufig sogar erschwert werde. „Der Kommunalpass bei uns ist höchst diskriminierend und ausgrenzend“, so Dieckmann, die in ihrer Heimatgemeinde Wörth selbst einen Helferkreis leitet.

Auch für Landtagskandidatin Eichinger ist die Integration von Flüchtlingen ein großes Thema. „Es ließen sich einige Probleme vermeiden, wenn etwas lockerer mit den Arbeitsgenehmigungen umgegangen würde“, sagte die 51-Jährige.

Als weitere Themen nannte die Dritte Landrätin bezahlbaren Wohnungen. „Warum sollte man nicht mal über ein Einheimischenmodell für Geschosswohnungen nachdenken“, regt Eichinger an.

Ihr „Leib- und Magenthema“, so die gelernte Kommunikationsdesignerin, sei aber die Digitalisierung. Man müsse daran denken, dass immer mehr Tätigkeiten in den Online-Bereich verlegt würden und damit Arbeitsplätze wegfielen. „Hier muss man rechtzeitig eingreifen und die Leute weiterbilden, um sie in einem anderen Job wieder in Lohn und Brot zu bekommen“, forderte die Mutter zweier erwachsener Kinder.

Verstärkt engagieren will sie sich aber auch für Ganztagsschulen und deren gute Ausstattung sowie für Lösungen von Verkehrsproblemen. „Wir brauchen keine B 15 neu, die mehr Verkehr anzieht“, so Eichinger. Vielmehr sollte der öffentliche Nahverkehr stärker gefördert werden. 

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