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Der im Amt bestätigte SPD-Kreisvorstand (v. l.): Leon Kozica, Karl-Heinz Gallinn, Katja Bröckl-Bergner, Ulrich Reinhardt, Sosa Balderanou-Menexes, Michael Gruber, Martin Kern, Gertrud Eichinger, Heiner Müller-Ermann, Ulla Dieckmann, Benedikt Klingbeil, Florian Schmidbauer, Rosa Kunzmann und Georg Nagler.

Vorstand im Amt bestätigt

So arbeitet die SPD ihre Wahlniederlagen auf

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Die SPD hat‘s nicht leicht. In Erding schmerzen nicht nur die Wahlniederlagen. Die Genossen trauern weiter um ihren Bundestagsabgeordneten Ewald Schurer.

Erding - Irgendwie passte der Ort der Jahreshauptversammlung: Im Keller des Hotels Henry traf sich der SPD-Kreisverband zur Wahlnachlese, zur Vorbereitung auf die Europawahl 2019 und vor allem die Kommunalwahl 2020.

Der Keller ist für die SPD heuer ein Symbol: Bei der Landtagswahl waren die Erdinger Genossen auf den historischen Tiefstand von 6,6 Prozent abgestürzt, weit hinter CSU, Grünen, Freien Wählern und AfD. Schon das trübte die Stimmung. Doch noch schwerer wiegt für die SPD der Verlust des Bundestagsabgeordneten Ewald Schurer, der vor einem Jahr völlig überraschend im Alter von 63 Jahren verstorben war.

Die Genossen trifft das nicht nur emotional. Kreisvorsitzender Martin Kern gab zu, dass man in Berlin keinen eigenen Mann mehr habe, sondern auf Betreuungsabgeordnete setzen müsse – Claudia Tausend (München) im Bundestag und Doris Rauscher (Ebersberg) im Landtag. „Jetzt müssen wir mehr selbst machen“, so Kern. Deswegen wurde bei der Vorstandswahl der Kreis der Beisitzer vergrößert.

Am Engagement, da waren sich die Genossen einig, hätten die Stimmenverluste nicht gelegen. Gertrud Eichinger sprach von 136 Terminen in neun Monaten. 29 habe der Kreisverband gestemmt, 51 die Ortsvereine. „Danke, das war eine tolle Zeit“, sagte die mit 6,8 Prozent gescheiterte Landtagskandidatin. Auch Kern sprach von einem „super Wahlkampf“. Leider habe man feststellen müssen, „dass der Wahlausgang von Faktoren geprägt war, die wir nicht beeinflussen konnten“.

Kassier Ulrich Reinhardt berichtete, dass der Kreisverband 22 000 Euro in den Landtagswahlkampf investiert habe. Zum Jahresende werde die Kasse mit rund 12 000 Euro gefüllt sein. Reinhardt rief zu Sparsamkeit auf, denn vor allem der Kommunalwahlkampf, der nächstes Jahr anläuft, werde wieder hohe Ausgaben erforderlich machen. Auf die beiden Wahljahre wird sich die SPD am 20. Januar beim Neujahrsempfang einstimmen, zu dem Markus Rinderspacher, Vize-Präsident des Landtags, als Hauptredner erwartet wird.

Personell hat die Kreis-SPD die Weichen für diese anstrengenden Monate gestellt – mit einem im Amt bestätigten, aber vergrößerten Vorstand. Vorsitzender bleibt Martin Kern, seine Vertreter sind Gertrud Eichinger, Michael Gruber und Ulla Dieckmann. Kassier: Ulrich Reinhardt, Schriftführerin: Rosa Kunzmann. Als Beisitzer fungieren Nicole Schley, Leon Kozica, Heiner Müller-Ermann, Georg Nagler, Karl-Heinz Gallin, Katja Bröckl-Bergner, Benedikt Klingbeil, Florian Schmidbauer und Sosa Balderanou-Menexes. Der Schiedskommission steht weiter Fritz Steinberger vor.

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