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Große Resonanz: 90 Vereinsvertreter waren zum ersten Sportgespräch im Fischer’s Seniorenzentrum gekommen, das Oberbürgermeister Max Gotz (r.) initiiert hatte und das sehr erfolgreich verlief. 

Sportgespräch der Stadt Erding

Tag des Ehrenamts: Idee kommt an

Zum ersten Sportgespräch hatte Erdings Oberbürgermeister Max Gotz die Vertreter der Vereine aus der Großen Kreisstadt geladen. Er bezeichnete es als „neue Plattform“ und „Ideen-Börse“. Ein Vorschlag, der aus der Versammlung kam, gefiel ihm ganz besonders.

Erding – 90 Vereinsvertreter waren zum Sportgespräch im Saal des Fischer’s Seniorenzentrums gekommen. Oberbürgermeister Max Gotz freute sich über die große Resonanz und ganz besonders über einen Vorschlag, der bei der Aussprache von Trisport Erding kam.

Gotz lobt hohen Integrationsfaktor

„Wir wollen einen Tag des Ehrenamts organisieren“, sagte Simone Blumoser. „Da könnten sich dann die Vereine vorstellen und auch um Ehrenamtliche und da speziell um Übungsleiter werben, denn die suchen wir ja alle dringend.“ Diesen Vorschlag griff der OB begeistert auf. „Bei den verkaufsoffenen Sonntagen in Erding wird immer um Themen gerungen. Das wäre doch eins“, meinte er. „Da haben wir einen öffentlichkeitswirksamen Tag.“

Zuvor hatte sich Gotz bei den Ehrenamtlichen bedankt: „Respekt euch allen, dass ihr euch die Zeit nehmt, für andere da zu sein.“ Kaum eine Region sei so im Wandel wie der Raum Erding. Der Sport habe dabei eine Bandbreite gewonnen, wie sie vor 20, 30 Jahren noch nicht absehbar gewesen sei. Auch bei der Integration habe der Sport eine wichtige Aufgabe: „Nicht nur bei Neubürgern oder Flüchtlingen, sondern auch beim barrierefreien Sport.“

In Erding seien zehn Prozent der Bürger jünger als zehn Jahre, sagte der OB und ging dann auf die Herausforderungen im Sportstättenbau ein. In einer Gesellschaft, in der immer mehr der Egoismus in den Vordergrund rücke, „hat der Sport eine ganz gewaltige gesellschaftliche Entwicklung genommen, der Teamgeist und Fair Play vermittelt“.

27 Sport- und zehn Schützenvereine

Gotz ging auch auf die Hallenengpässe ein und stellte heraus, dass sich die Stadt am Neubau der Landkreis-Halle am Anne-Frank-Gymnasium beteiligen werde, „um dort Hallenzeiten zu außerschulischen Zeiten zu bekommen“. Jedes Jahr gebe die Stadt 980 000 Euro nur für den Unterhalt der Sportstätten aus – ohne Investitionen, erklärte der OB – und dass es in Erding 27 Sport- und zehn Schützenvereine gebe. Der kleinste sei der Steel-Dart-Club mit 23 Mitgliedern.

In der Diskussion bat unter anderem Klaus Lanzinger von der TSV-Radsportabteilung um ein Übungsgelände am Kronthaler Weiher und regte eine Radrennbahn auf der Startbahn im Fliegerhorst an. Gotz machte ihm Hoffnung, dass sich sowohl am Kronthaler Weiher („Da kommt ohnehin eine andere Straßenführung“), als auch im Fliegerhorst („Da ist sicher was Interessantes dabei“) ein passendes Gelände finden werde. Der OB berichtete auf die Frage von TSV-Vize Hermann Meilinger, dass sich am Gelände hinter der Eishalle bald etwas tun könnte: „Es schaut sehr gut aus. Die Grundstücksaufgaben haben wir wohl bald gelöst. Die Planung sollte dann im ersten Halbjahr 2018 stehen.“ Dort sollen zusätzliche Fußballpläte entstehen.

TSV-Präsident Thomas Zahn sprach die Sportanlagen im Fliegerhorst an. Bei den Hallen sei der Sanierungsaufwand zu groß, meinte Gotz dazu. Der Fliegerhorst werde wohl ein eigener Stadtteil werden, eventuell mit neuer Schule und neuer Halle. Hier müsse man noch abwarten.

Dass das Alpenkranzl mit rund 2700 Mitgliedern nach dem Aus von Mayr-Wirt und Adlberger kein Vereinsheim mehr habe, beklagte Vorsitzender Hermann Schießl. Er erhielt sofort Angebote, unter anderem vom FC Rot-Weiß Klettham und von der Altenerdinger Tennisabteilung, dass der Verein dort willkommen sei.

Der OB kündigte an, das Sportgespräch 2018 zu wiederholen. Begrüßen würde er, wenn der Tag des Ehrenamts im Sport in Verbindung mit einem verkaufsoffenen Sonntag zustande käme. „Da können sich die Vereine dann richtig präsentieren.“

von Wolfgang Krzizok

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