Sprachkurse und Gesundheitsangebote am beliebtesten

Erding - Auf einem positiven Weg ist die Volkshochschule Erding nach den Turbulenzen der vergangenen Jahre.

„Wir können optimistisch in die Zukunft blicken. Im ersten Halbjahr 2009 haben wir noch einen Verlust von 55 000 Euro gemacht, heuer beträgt der Gewinn 20 000 Euro“, berichtete Geschäftsführerin Gertrud Scheffelmann in der Sitzung des Verbandsausschusses.

Die finanzielle Bilanz des ersten Halbjahres 2010 könnte allerdings noch besser sein, wenn die EU schneller die zugesagten Mittel für Lehrgänge und Fördermaßnahmen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) auszahlen würde. Vor einem Jahr waren das 34 000 Euro, heuer gingen bisher nur 1000 Euro ein.

„Wir haben das schon angemahnt, bekamen aber nur den Tipp, uns an die EU-Parlamentarier zu wenden und sie um Hilfe zu bitten. Es gibt Volkshochschulen, die bis zu vier Jahre auf die Zahlungen warten müssen“, erläuterte Scheffelmann. Das Problem sei, dass die Dozenten zeitnah ihr Geld bekommen sollten. „Wir können sie nicht warten lassen, bis die EU-Gelder kommen“, berichtete Scheffelmann.

Ebenfalls positiv gestalte sich die Zahl der Teilnehmer. „Wir haben schon 400 Anmeldungen mehr als im Herbstsemester 2009“, so Scheffelmann. Das liege unter anderem an dem erweiterten Angebot von Sprachkursen und Integrationsmaßnahmen, die auch durch die öffentliche Hand wie den Bund und die Bundesanstalt für Arbeit gefördert würden.

Traditionell gut laufe der Gesundheitsbereich, der mit 230 die meisten Teilnehmer habe. Jedoch sei hier der Wettbewerb durch private Anbieter sehr stark. „Die hohe Teilnehmerzahl beweist jedoch die Qualität unseres Angebotes“, meinte Jakob Schwimmer, Vorsitzender des VHS-Zweckverbandes. Die Verbandsräte nahmen das Zahlenwerk zustimmend zur Kenntnis.

Weiter beschlossen sie, bis zur nächsten Sitzung Kandidaten für die Wahl der Programmbeiräte zu benennen. Fest gesetzt soll ein Vertreter des Volksbildungswerkes Forstern werden. Hans Wiesmaier plädierte dafür, dass auch der Kreisverband des Bayerischen Gemeindetages einen Vertreter nominieren soll. „Aber wir brauchen nicht politisches Gewicht, sondern Vielfalt“, so Wiesmaier. Schwimmer erklärte: „Ich erwarte auch Vorschläge von Dorfen und Erding.“

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