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Leistungsfähig und sicher: Diese Kriterien gelten für Straßenbau und -sanierung. Unser Bild zeigt die Arbeiten an der Sigwolfstraße in Erding.

Staatliches Bauamt 

Sechs Millionen Euro für den Straßenbau

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Acht Straßenbauprojekte beginnt das Staatliche Bauamt in diesem Jahr im Landkreis Erding. Über sechs Millionen Euro sind dafür heuer veranschlagt. Die Belastung der Infrastruktur in der Region ist überdurchschnittlich hoch. Aber: Derzeit steht auch reichlich Geld zur Verfügung.

Erding – „Die Situation im Großraum München und vor allem in der Flughafenregion ist sehr anspruchsvoll. Das Verkehrsaufkommen ist überdurchschnittlich hoch.“ Diese Diagnose stellte Stefan Meier, Straßenbauchef beim Staatlichen Bauamt Freising, am Montag in einer Pressekonferenz im Landratsamt. „Wir müssen dafür sorgen, dass die Straßen leistungsfähig und sicher sind.“

Hinzu komme ein „recht ambitioniertes Umfeld“. Sprich: Die Auftragsbücher der Firmen sind voll. Wenig freie Kapazitäten und höhere Preise sind laut Meier die Folge. Auf der anderen Seite gab der Baudirektor zu, „dass uns seitens Bund und Land so viel Geld zur Verfügung steht wie schon lange nicht mehr“. Es gebe auch keine Anzeichen, „dass sich das auf absehbare Zeit ändern wird“.

Das Geld ist im Landkreis gut angelegt. Denn das Straßenbauamt plant im Landkreis acht Maßnahmen, die heuer beginnen. Teils werden sie sich ins nächste Jahr hineinziehen. Den Katalog stellte Dr. Robert Braun, in der Behörde für Erding zuständig, gestern vor.

Bundesstraße B 15

Die Brücken über die Große Vils und den Vilsmühlbach werden von Ende Juli bis Ende November für rund 3,7 Millionen Euro erneuert, kündigte Braun an. In diesem Zusammenhang werde die Anschlussstelle der Kreisstraße ED 27 bei Babing ausgebaut. Sie erhält unter anderem einen Linksabbiegerstreifen auf der B 15. Heuer werden laut Braun eine Behelfsumfahrung erstellt und die alten Brücken abgerissen. Derzeit gibt es eigene Querungen für Autos und Radfahrer. „Wir fassen das in zwei neuen Brücken zusammen.“

Bundesstraße B 388

Auf Höhe Altenerding bekommt die B 388 eine zusätzliche Auf- und Abfahrt zur Staatsstraße 2082/Schlossallee. 3,9 Millionen Euro sind insgesamt vorgesehen. Der Oberboden ist bereits abgetragen. Wegen schwieriger Bodenverhältnisse erfolgt erst eine größere Aufschüttung, die sich bis zu neun Monaten setzen muss. Zur Robert-Bosch-Straße hin kommt ein neuer Kreisverkehr. Braun erklärte: „Damit entschärfen wir einen Unfallschwerpunkt, weil es danach keine Linksabbieger mehr geben wird.“ Ende 2019 wird der Ast in Betrieb gehen.

Westlich von Taufkirchen wird die Fahrbahn zwischen Reimering und der Kreuzung mit der ED 15 erneuert. Die Umleitung wird laut Braun über die Staatsstraße 2084 Erding–Dorfen im Süden sowie über Kreisstraßen im Norden eingerichtet. 1,4 Millionen Euro sind dafür vorgesehen. Baubeginn ist übernächste Woche. Im Juli will man fertig sein.

Erneuert wird die B 388 zudem östlich von Taufkirchen zwischen der Kreuzung mit der ED 19 und der Landkreisgrenze nach Landshut. Hier erfolgt im Herbst eine weiträumige Umleitung über die B 15 sowie über Velden und Baierbach. Kostenpunkt laut Braun: rund 650 000 Euro.

Staatsstraße 2080

Die Verbindung von Aufhausen und Ottenhofen bekommt zwischen Aufhausen und Wifling eine neue Fahrbahn. Dazu ist die Strecke von kommender Woche an bis Ende Juni gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Nieder- und Oberneuching. Kalkuliert sind etwa 700 000 Euro.

Staatsstraße 2332

Buch am Buchrain erhält von Ende Mai bis Mitte Juli zwischen dem Hauptort und Haidberg einen Geh- und Radweg – für 330 000 Euro. Dies geschieht im Zuge der Realisierung des Baugebiets am Haidfeld 1 und schließt laut Braun eine Lücke im Radwegenetz. Hier baut die Gemeinde.

Kreisstraße ED 19

Die Strecke von Erding nach Eitting ist in einem schlechten Zustand. Da ein Neubau wegen Problemen mit Eigentümern stockt, wird vorerst nur der Abschnitt zwischen Eitting-Süd und dem Isarkanal erneuert. Bauzeit ist von 25. Juni bis 6. Juli. 400 000 Euro stehen bereit. Der Verkehr wird über die Flughafentangente umgeleitet.

Zwischen Reichenkirchen und Grucking werden von Mitte Juli bis Ende September für zirka 1,1 Millionen Euro die Fahrbahn mit Flüsterasphalt erneuert, Querungshilfen für Fußgänger eingezogen sowie ein neuer Geh- und Radweg angelegt. Die Umleitung erfolgt über Tittenkofen beziehungsweise Langengeisling und die B 388.

Meier warb um Verständnis: „Wir wissen, dass die Umwege zum Teil lange sind. Aber wir müssen die Arbeiter schützen. Und die Ausweichstrecken müssen so beschaffen sein, dass alle Fahrzeuge darauf fahren können. Wir wollen bewusst keinen Schleichverkehr auf kleinen, ungeeigneten Straßen.“

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