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Kleine Baugrundstücke für viel Geld verkauft die Stadt nördlich der Therme. Die acht Flächen (rot umrandet) können mit je einer Doppelhaushälfte bebaut werden und sind zwischen 276 und 303 Quadratmetern groß. 

Stadt verkauft Grundstücke gegen Höchstgebot

1350 Euro - oder mehr: Stadt Erding verkauft Grundstücke gegen Höchstgebot

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So etwas hat es in Erding noch nie gegeben: Die Stadt verkauft acht Baugrundstücke gegen Höchstgebot. Mindestens 1350 Euro pro Quadratmeter will sie dafür haben. Der Betrag entspricht dem ermittelten Verkehrswert, meldet die Stadt. Doch dabei wird‘s nicht bleiben.

Erding– Bei der aktuell hohen Nachfrage nach Baugrundstücken in der Stadt Erding ist bei diesem Bieterverfahren mit wesentlich höheren Geboten zu rechnen als den 1350 Euro. Das Bieterverfahren läuft bis 21. Oktober.

Die acht erschlossenen Grundstücke, die mit je einer Doppelhaushälfte bebaut werden können, sind zwischen 276 und 303 Quadratmeter groß. Sie werden also nach den Vorgaben der Stadt mindestens zwischen 372 000 und 409 000 Euro kosten. Ein oberes Preislimit gibt es nicht. Die Grundstücke befinden sich am westlichen Rand des Baugebiets „Südlicher Thermengarten“, das über einen gerade fertig gestellten Verkehrskreisel erschlossen wird. Die Grundstücke haben „einen rechteckigen Zuschnitt und liegen in einer zukunftsweisenden und familienorientierten Siedlung“, schreibt Stadtsprecher Christian Wanninger. Dabei handle es sich um die letzten noch erwerbbaren Grundstücke im Bereich des Bebauungsplans 223/I.

In dem Areal zwischen dem Gewerbegebiet Erding-West und der Therme sollen bekanntlich zahlreiche weitere Wohneinheiten entstehen. So will die Baugenossenschaft Erding 16 Wohnungen errichten lassen. Die landkreiseigene Wohnbaugesellschaft plant 65 Wohneinheiten. Dazu kommt das Begünstigtenmodell der Stadt mit 15 Reihenhäusern. Auch die Oberbayerische Heimstätte plant einen größeren Komplex. „Da aber noch kein Bauantrag eingegangen ist, lässt sich nicht sagen, wie viele Wohnungen“, teilt Wanninger auf Nachfrage mit.

Die acht Flächen im Bieterverfahren der Stadt sind bis zur Grundstücksgrenze erschlossen. Altlasten, Bäume oder Belastungen im Grundbuch seien, außer zugunsten der Versorgungsträger, weder bekannt noch vorhanden. Eine Käuferprovision fällt nicht an.

„Der Verkauf gegen Höchstgebot stellt ein Bieterverfahren dar und damit eine fiskale (privatrechtliche) und freiwillige Ausschreibung der Stadt Erding“, teilt Wanninger mit. Angebote – und war ausschließlich der Quadratmeterpreis, nicht der Gesamtkaufpreis – können bis einschließlich Montag, 21. Oktober, abgegeben werden. Das Gebot müsse ein ernsthaftes Kaufinteresse widerspiegeln, die Finanzierung nachgewiesen werden. Und: „Jeder Interessent kann nur ein Angebot abgeben.“ Bei Mehrfachgeboten wird er automatisch ausgeschlossen.

Das Exposé mit exakten Lageplänen und der rechtskräftige Bebauungsplan sind im Internet auf der Titelseite der Stadt-Homepage www.erding.de zu finden.

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