S-Bahn-Ringschluss 

Stadt will Bahnhof selbst versilbern

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Erding – Der Kostenrahmen zur Beteiligung der Stadt Erding am S-Bahn-Ringschluss steht. OB Gotz habe vom Stadtrat ein Verhandlungsmandat bekommen, sagt die SPD.

Bei der Realisierung des S-Bahn-Ringschlusses mit der weitgehenden Untertunnelung der Innenstadt sieht die Erdinger SPD-Stadtratsfraktion ihre Ziele erreicht. Dies machte sie am Mittwoch beim Sommergespräch deutlich. Dort zog Fraktionschef Horst Schmidt nach einem Drittel der Wahlperiode eine Zwischenbilanz. Er ist zufrieden: „Auch wenn es nicht immer so wahrgenommen wird: Die entscheidenden Weichen sind mit der SPD gestellt worden.“

Dritter Bürgermeister Hans Schmidmayer erinnerte daran, dass die SPD-Forderung nach einem Verknüpfungsbahnhof für S- und Regionalbahn nun auf dem Fliegerhorst-Gelände umgesetzt werde, statt des Kreuzungsbahnhofs auf zwei Ebenen. Mit der Nordeinschleifung samt Tunnel ab dem Stadtpark, unter der Haager Straße und dem jetzigen Bahnhof bis zum neuen Bahnhof im Fliegerhorst und weiter in die Geislinger Änger habe man das Maximum erreicht, so Schmidmayer. Es sei die wesentlich bessere Lösung als die von anderen bevorzugte Südeinschleifung. Diese hätte keinen Meter mehr Tunnel gebracht, aber zu einem Verkehrschaos in der Innenstadt geführt. „Das wäre fürchterlich geworden“, ist Schmidmayer überzeugt.

Ein großer Vorteil der Untertunnelung ergibt sich für die SPD mit den städtebaulichen Möglichkeiten, die sich durch die Tieferlegung der Gleise eröffnen. „Die Stadt kann das bestehende Bahnhofsareal überplanen und vermarkten“, sagte Schmidt. Schon jetzt gehöre der Kommune ein Drittel der Fläche, zwei Drittel seien im Eigentum der Bahn. Diese wolle die Stadt kaufen. „Die Konditionen sind sehr, sehr interessant“, so Schmidmayer. Auch die Gestaltung selbst: Wohnen, Gewerbe und ein grünes Band.

Schmidmayer attestierte OB Gotz „ein sehr gutes Verhandlungsgeschick mit der Bahn“. So kann es weitergehen, denn der Stadtrat hat ihm laut SPD einstimmig ein Verhandlungsmandat gegeben. In nicht-öffentlicher Sitzung habe man den Kostenrahmen festgesteckt. „Er erscheint tragbar“, sagte Schmidmayer. Details wollte er nicht verraten. Es sei Sache des OB, dies öffentlich zu machen. Das werde „wahrscheinlich nicht mehr lange dauern“.

Der S-Bahnhof Altenerding spielt bei all diesen Überlegungen keine Rolle, weil er außerhalb des Planungsumfangs liegt (wir berichteten). „Es bleibt, wie’s ist“, sagte Schmidmayer. Allerdings hofft SPD-Stadträtin Jutta Harrer, die in Altenerding wohnt, „wenigstens auf bessere Schließzeiten“. Da werde man etwas optimieren können, auch bei der Ampeltaktung, so Schmidmayer. „Es wird zu einer leichten Verbesserung kommen.“

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