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Volles Haus in der Stadthalle: Großer Andrang herrschte nach der Vorstellung am Tischerl von Harry G. Jeder wollte ein Autogramm von ihm. Auch Selfie-Wünsche wurden erfüllt. 

Comedy in der Stadthalle 

Zweimal ausverkauft: Harry G begeistert die Erdinger

Erding – Donnernden Applaus des überwiegend jüngeren Publikums erntete Harry G am Ende seines Programms am Donnerstagabend in der ausverkauften Erdinger Stadthalle. Es war das erste von zwei Gastspielen in dieser Woche in der Kreisstadt. Auch das zweite am Freitag war bummvoll.

Der bayerische Comedian widmete sich in seinem Programm „#Harry die Ehre“ in seiner gewohnt süffisanten, manchmal doch sehr deftigen Art grotesken Alltagssituationen. Gestenreich zelebrierte er Begrüßungszeremonien, kam auf das Lederhosen-Image der Bayern zu sprechen und auf deren Gemütlichkeit auf dem Oktoberfest beziehungsweise die „Griabigkeit im bairischen Nirwana nach acht Halbe!“

Auch den Trend, via Computer, Facebook oder Smartphone ständig erreichbar zu sein, sprach Harry G, der im richtigen Leben Markus Stoll heißt, an. Damit traf er voll den Nerv des Publikums, das er immer wieder zum Lachen brachte mit Aussagen wie „Wer nicht auf Facebook ist, lebt in der Steinzeit ..., aber für ältere Semester lohnt sich das nicht mehr!“ Bei den irrwitzigen Folgen von WhatsApp-Gruppen-Verwechslungen johlte das Publikum. Auch die Single-Börse Tinder war im Saal gut bekannt, war er doch „von Insidern umgeben“.

Harry G imitierte den fränkischen und sächsischen Dialekt perfekt, vom körperlichen Einsatz bei seinen Pointen und Parodien ganz zu schweigen. Seine Körpersprache beim Joggen, als Marathonläufer oder Geher, als Mitfahrer der Blade Night, im Fitnessstudio oder in der Muckibude erntete großen Beifall.

Zum Alltag gehört auch die Ernährung. Hier lästerte er über „böse Kohlenhydrate“, über „Smoothies“ („Das Gemüse haben wir früher gegessen, heute wird das zu Säften gemixt“), über die Grillparty ohne Fleisch, Veganer und nicht zuletzt über den geliebten Sonntagsbrunch der Frauen, der früher der Frühschoppen der Männer war.

„Sie müssen bei mir nicht – wie in der Oper – für eine Zugabe klatschen, bei mir ist diese selbstverständlich“, verabschiedete sich der 38-Jährige schließlich von seinem begeisterten Publikum. Nicht aber, ohne noch zu betonen, dass „er die Alltags- und Lebenstrends aufgrund seines Alters noch alle mitmachen muss“. (Elvi Reichert)

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