Stadtpark: Gotz ruft Kritiker zur Mäßigung auf

Erding - Die Kritik an der Umgestaltung des Erdinger Stadtparks bleibt emotional. Der Bürgermeister ruft zu Gelassenheit auf.

Bürgermeister Max Gotz hat jetzt die in einem Leserbrief geäußerte Kritik an der Umgestaltung des Stadtparks als „persönliche Verunglimpfung“ zurückgewiesen. Darin war von „Dauer-Ja-Sagern im Stadtrat“ und „Störenfrieden im Grafenstock“ die Rede. In der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses des Stadtrates verwahrte sich Gotz gegen diese Aussagen, auch im Namen der 40 Stadträte, die ihr Mandat ehrenamtlich ausüben.

Gotz rückte in seiner Stellungnahme die Größenordnung gerade und erinnerte: „Wir reden von nicht einmal einem Viertel des Stadtparks, das erstmals nach Jahrzehnten neu gestaltet wird.“ Nicht vergessen werden dürfe dabei, dass man dem Stadtpark außerdem ein neues 12 000 Quadratmeter großes Areal hinzufüge. Diese Flächen hatte die Stadt bekanntlich von der Familie Mayr erworben.

Der Bürgermeister forderte alle Kritiker auf, demokratische Gepflogenheiten zu respektieren, und erinnerte daran, „dass bis auf zwei Detail-Aspekte alle Beschlüsse im Stadtrat einstimmig getroffen worden sind“. Der Abstimmung seien eine große öffentliche Debatte und ein Dialog mit den Bürgern vorausgegangen, „ein Beteiligungsprozess der Öffentlichkeit, wie wir ihn noch nie in der Stadt hatten“, so Gotz. Außerdem seien sämtliche Fachbehörden eingebunden gewesen. Dies alles habe einen „verantwortungsbewussten Eingriff in eine Teilfläche des Stadtparks“ zum Ergebnis gehabt.

Der Bürgermeister erinnert an das Ziel der Umgestaltung: „Wir haben einen generationenübergreifenden Konsens gesucht, der sowohl Artenvielfalt als auch Aufenthaltsqualität ermöglicht.“ So sollen beispielsweise einige Uferbereiche zugänglich werden.

„Wir sollten nicht den gleichen Fehler wie bei der Altstadtsanierung machen und schon beim ersten Spatenstich loswettern und den Stab brechen“, sagte Gotz. Vielmehr bat er um Geduld, „was am Ende des Tages rauskommt“. Im Herbst sollen die Arbeiten beendet sein. „Ich hoffe, dass dann im Frühjahr, wenn alles austreibt, die Bürger sagen werden: Das war aller Mühe wert.“ (zie)

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