Stadtrat

„Bettelampel“ bleibt

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Fußgänger, die die Kreuzung Anton-Bruckner-/Johann-Sebastian-Bach-Straße überqueren wollen, müssen sich umstellen. Denn seit kurzem müssen sie dort an der Ampel extra drücken, dann erst schaltet sie auf grün. Das gefällt nicht jedem.

Erding Fußgänger, die die Kreuzung Anton-Bruckner-/Johann-Sebastian-Bach-Straße überqueren wollen, müssen sich umstellen. Denn seit kurzem müssen sie dort an der Ampel extra drücken, dann erst schaltet sie auf grün. Das gefällt nicht jedem. Schon in der Bürgerversammlung hatte sich ein Anwohner darüber beschwert. Auch die Grünphase sei zu kurz, um die Straße als Fußgänger zu überqueren.

Im Stadtrat hakte nun Herbert Maier (Grüne) nochmals nach. Er sei von Anwohnern angesprochen worden, ob das jetzt eine Bettelampel sei. Sie wollten eine Rückkehr zur alten Schaltung, denn die Bedarfsampel bringe ohnehin nichts.

Dem widersprach Stadtbaumeister Sebastian Henrich entschieden. „Ich habe eine völlig andere Wahrnehmung.“ Im Rathaus liefen regelmäßig Beschwerden ein wegen der Taktung der Ampelanlage. Grund dafür sind vor allem die langen Staus auf der Anton-Bruckner-Straße zu den Stoßzeiten, die die Sperrung der Fehlbach-Brücke noch verschärft hat. Deshalb habe man nach Verbesserungspotenzial gesucht, damit der Verkehr besser fließen könne. Deshalb habe man auf eine Drückampel umgestellt. „Die wenigen Sekunden helfen dem Abfluss des Verkehrs. Das zeigt sich jetzt schon“, erklärte Henrich. Er wertete Maiers Begriff der „Bettelampel“ als reine Polemik. OB Max Gotz (CSU) erklärte, die Grünphase werde künftig verlängert, um Fußgängern das Überqueren der Straße zu erleichtern. An der Drückampel halte man jedoch fest.

Außerdem werde die Stadt auch an der Ampel auf Höhe der Einmündung der Straße Am Gries nachbessern. Denn dort würden die Autos derzeit so lange durchgelassen, dass Fahrzeuge vom Gries gar nicht nach links auf die Anton-Bruckner-Straße abbiegen könnten. Eine Grüne-Welle-Schaltung an den drei Ampeln an den Kreuzungen mit Landshuter Straße, Am Gries und Johann-Sebastian-Bach-Straße ist bekanntlich nicht geplant, weil die beiden alten Ampeln dafür sehr kostspielig nachgerüstet werden müssten.


zie

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