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Erding Jetzt: Geschäfte in beiden Rathäusern

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Die Fraktion von Erding Jetzt will die Erdgeschosse des alten und auch des neuen Rathauses als Ladenflächen nutzen. Ihr Vorbild: München.

Erding – Vom alten Hypo-Gebäude an der Landshuter Straße gegenüber dem Rathaus ist nichts mehr zu sehen. Abrissbagger haben es dem Erdboden gleich gemacht. Dort entsteht das neue Rathaus, um die Platznot in der Stadtverwaltung dauerhaft zu beenden. 2013 wurde Erding Große Kreisstadt. Damit hat die Aufgabenfülle neben dem Bevölkerungswachstum noch einmal beträchtlich zugenommen.

Seit Erwerb des Gebäudes vor zwei Jahren flammt immer wieder die Debatte auf, ob in der Innenstadt zumindest im Erdgeschoss Geschäfte nicht besser seien als Büros. Bisherige Linie des Stadtrats: Wer aufs Amt geht, gönnt sich hinterher einen Kaffee oder geht shoppen.

Nun wagt Erding Jetzt einen neuerlichen Vorstoß, und zwar einen, der über die bisherigen Gedankenspiele weit hinausgeht. Fraktionschef Hans Egger bittet zu prüfen, inwieweit nicht nur das Erdgeschoss im neu zu bauenden Rathaus für Einzelhandelszwecke genutzt werden könnte, sondern auch das des derzeitigen Verwaltungssitzes Landshuter Straße 1. Als Beispiel nennt er das Münchner Rathaus, in dem es zahlreiche kleinere Läden gibt.

Zur Begründung schreibt Egger: „Für die Akzeptanz und Funktionalität der Altstadt von Erding sind zur Verfügung stehende Einzelhandelsflächen, gerade im zentralen Fußgängerbereich, von existenzieller Bedeutung.“ Wertvolle erdgeschossige Läden steigern laut Egger „die Attraktivität der Innenstadt, Büroflächen vermindern sie“. In diesem Zusammenhang kritisiert Egger die verspiegelten Fronten der früheren Rathaus-Apotheke im Grafenstock.

Der Steuerberater stößt sich keineswegs an der Entscheidung, ein zweites Rathaus zu bauen, um die Raumnot hinter sich zu lassen. „Das war vernünftig und auch im Ausmaß richtig.“ Allerdings geht er auch davon aus, dass mit dem neuen Gebäude deutlich mehr Flächen entstehen, als derzeit benötigt werden. Nicht zuletzt wegen der hohen Kosten sollte der Stadtrat darüber nachdenken, über die Vermietung an Geschäftsleute Einnahmen zu generieren und die Liegenschaften voll auszunutzen.

Um die Planung nicht zu verzögern, bittet Egger um einen Beschluss noch vor der Sommerpause 2017.

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