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Kindergärten: Gebühren steigen

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Drei Jahre waren die Kindergarten-Gebühren in Erding unverändert. Jetzt werden sie erhöht.

Erding– 1,20 statt bislang 1,05 Euro wird ab 1. September eine Betreuungstunde im städtischen Kindergarten St. Antonius kosten. Das beschlossen die Stadträte am Dienstagabend im Verwaltungs- und Finanzausschuss nach kurzer Diskussion einstimmig. Gleichzeitig empfahlen sie die Erhöhung auch allen anderen Trägern von Kinderhäusern in Erding. „Sie warten händerringend darauf. Das ist kein Alleingang“, sagte Oberbürgermeister Max Gotz (CSU) dazu.

Sachgebietsleiter Bartholomäus Aiglstorfer hatte die Details vorgestellt und die Gebührenanpassung unter anderem mit den Tariferhöhungen für das pädagogische Personal begründet. Im Gegenzug seien zwar auch die Fördergelder vom Freistaat gestiegen, „sie können das Defizit aber nicht ausgleichen“. Ein weiterer Grund sei ein angestrebter Anstellungsschlüssel von 1:10. Dieser sei vor allem angesichts des steigenden erhöhten Förderbedarfs von immer mehr integrativen Kindern notwendig. Auch der Zuzug von Flüchtlingskindern fordere vom Personal mehr Zeit.

Die Anhebung von 1,05 auf 1,20 Euro pro Betreuungstunde bedeutet beispielsweise, dass Eltern für einen 4,25- Stunden-Platz ihres Kindes künftig 102 statt 89,25 Euro im Monat zahlen müssen. Für Kinder unter drei Jahren gilt der zweifache Stundensatz.

Johanna Heindl (Freie Wähler) war die Erhöhung zu viel. Sie verwies auf Familien mit mehreren Kindern, für die die Mehrausgaben schon massiv seien. Aiglstorfer entgegnete, die Gemeinde Forstern habe ihre Gebühren gerade erst von 1,30 auf 1,40 Euro erhöht. Und OB Gotz erklärte, „75 Cent pro Tag sind nicht viel“. Schließlich würde auch Heindl gerne das hohe Lied auf das Betreuungspersonal singen, das zu wenig verdiene.

Auch Kindergarten-Referentin Petra Bauernfeind (Freie Wähler) empfahl „dringend, der Erhöhung zuzustimmen“. Sie erinnerte daran, wie schwer es sei, gutes Personal zu finden. „Umso wichtiger ist es, gefestigte Teams und zufriedene Mitarbeiter zu haben.“ Nur so könnten die Kinderhäuser hohe Betreuungsqualität liefern. Christian Numberger (CSU) erklärte, „mit der Erhöhung liegen wir immer noch gut im Landkreis-Schnitt“. Er gab zu bedenken, dass für Flüchtlingskinder kein höherer Betreuungsschlüssel angerechnet werde. Dies stelle Kindergärten vor Herausforderungen. Numberger schlug vor, die Stadt solle deshalb beim Sozialministerium vorstellig werden.

von Gabi Zierz

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