Ab 1. Januar 2017

Stadtwerke senken Gaspreis zum zweiten Mal in einem Jahr

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Erding – Gute Nachrichten für die rund 3500 Kunden der Erdgasversorgung Erding (EVE): Die Tochter der Stadtwerke senkt zum Jahreswechsel ihre Preise um gut fünf Prozent.

 Haushalte können so bis zu 75 Euro im Jahr sparen. Die Geschäftsführer Christopher Ruthner, Reinholz Kunz und Markus Sepp sprechen von einer „historischen Entwicklung“: Zwei Senkungen in einem Jahr beziehungsweise in acht Monaten – das habe es schon lange nicht mehr gegeben. Die EVE-Kunden – zum Versorgungsgebiet gehören neben der Stadt Erding die Gemeinden Moosinning, Langenpreising, Wartenberg, Fraunberg, Wörth und Neuching – sollen von dem Preistief nachhaltig profiteren. Ruthner, Kunz und Sepp legen einen neuen Drei-Jahres-Festpreis auf, der ebenfalls am 1. Januar gilt.

Vier verbrauchsabhängige Tarife gibt es bei der EVE. Die Preissenkung um 0,24 Cent brutto im Arbeitspreis betreffen alle (siehe Kasten). Kunz spricht von einer „spürbaren Entlastung“: So könne ein Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20 000 Kilowattstunden (kWh) im Jahr 50 Euro sparen. Bei einem Verbrauch von 30 000 kWh betrage die Ersparnis bis zu 75 Euro.

Für den Drei-Jahres-Festpreis – bislang galt der nur für ein Jahr – können sich Interessierte bis 15. Dezember entscheiden. „Wir belohnen das mit 1000 kostenlosen Kilowattstunden“, wirbt Kunz. Die EVE wird in diesen Tagen alle Kunden informieren.

Laut Kunz und Sepp befindet sich der Gaspreis auf einem Rekordtief. „Diese Energie ist derzeit günstiger als vor zehn Jahren“, sagt Kunz. Sepp ergänzt: „Zum 1. Januar 2007 war der Preis pro Kilowattstunde um 18 Prozent höher.“ Zur Ursache erklärt Kunz: „Es ist zurzeit sehr viel Gas auf dem Weltmarkt verfügbar. Da es immer einfacher wird, Gas zu verflüssigen und es so leichter auf Schiffen um die Welt zu transportieren, sinkt die Abhängigkeit von Pipelines.“ Da schwäche etwa die Position Russlands. Hinzu komme, dass auch der Ölpreis niedrig sei. „Er steigt zwar schon wieder, davon hat sich der Gaspreis aber etwas abgekoppelt“, so Kunz.

Weiter teilte Werke-Chef Ruthner mit, „dass der Wasserpreis stabil bleibt“. Beim Strom werde man 2017 aber an der Preisschraube drehen müssen – wegen der gestiegenen Umlage für die erneuerbaren Energien sowie eines höheren vorgelagerten Netzentgelts. Details stünden noch nicht fest.

Hans Moritz

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