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Lokal in bester Lage: Das Steakhaus Ochs macht in vier Wochen zu.

Gastronomie in Erding

Steakhaus Ochs schließt Ende Februar

Erding - Die Tage des Steakhauses Ochs an der Langen Zeile sind gezählt. Ende Februar zieht es nach knapp vier Jahren aus dem Gewandhaus Gruber aus. Wer nachfolgt, ist noch unklar.

Es tut sich was in der Gastronomieszene in Erding. Nach dem Pächterwechsel im Zeitlos im Heiliggeist-Hof (wir berichteten) kündigt sich nun auch an der Langen Zeile eine Veränderung an. Wie Gewandhaus-Chef Hugo Gruber gestern bestätigte, ist die Ochs-Zeit Ende Februar beendet. Darauf habe er sich als Eigentümer „auf friedliche Weise“ mit Pächter Marlon Meister geeinigt.

„Nicht wegen der Qualität des Essens“, sagte Gruber und lobte ausdrücklich die Steaks im Ochs. Vielmehr hätten sich die „zwei Betriebsideen auseinander entwickelt“. Der Pächter habe einen hoch spezialisierten Betrieb haben wollen, „uns ging es mehr darum, dass das Lokal die Gastlichkeit des Gewandhauses darstellt“, sagte Gruber.

Das Café Dampfnudel im ersten Stock – vormals Duchesse – sollte „das gastliche Zentrum unserer Bel Étage werden“, so Grubers Vorstellung und wenigstens zu den Öffnungszeiten des Gewandhauses offen sein. Dem war aber nicht so. „Die Dampfnudel entwickelte sich zum Nebenzimmer und war meist nur noch samstags auf“, so Gruber.

Im April 2012 hatte das Steakhaus Ochs eröffnet. Es hatte die Nachfolge des Bistro-Restaurants Boeuf à la Mode angetreten, das Gruber Mitte der 1990er Jahre dort eröffnet und selbst betrieben hatte. Mit großem Erfolg: Das Lokal mit Biergarten in Erdings bester Lage war Sommer wie Winter bestens besucht. Nach drei Jahren übernahm Pächterin Steffi Kindlhofer, sie wurde schließlich von den Brüdern Manfred und Christian Schmid abgelöst.

Vor knapp vier Jahren ist das Ochs dort eingezogen. Pächter Meister hatte sich bereits mit Steakhäusern in Freising und Landshut einen Namen gemacht. Dem Wechsel waren umfangreiche Umbauten vorausgegangen. So war die Küche für das Steakhaus eigens aus dem Keller ins Erdgeschoss gezogen.

Nun ist die Steak-Zeit vorbei. Wer dem Ochs nachfolgt, wollte Gruber noch nicht sagen. Interessenten gibt es genug – „und immer vielfältige gute Ratschläge“, so der Gewandhaus-Chef. Er kündigte an: „Den Februar nehmen wir uns Zeit zum Nachdenken. Im März werden wir ein bisserl umbauen.“ Im April will er beide Lokale wieder eröffnen – und vielleicht auch selbst betreiben.

„Es soll einfach gastlich sein und sich nah am Kunden orientieren“, so Grubers Vorstellung. Das heißt, geöffnet ist künftig mindestens zu den Geschäftszeiten des Gewandhauses.

Gabi Zierz

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