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Stellvertretende Kreisbäuerin 

Alle stimmen für Lore Hermannsdorfer

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Ein halbes Jahr nach der Neuwahl des Landfrauen-Kreisvorstandes wurde nun der Platz neben Kreisbäuerin Irmgard Posch besetzt.

Erding„Der Bauernverband ist nur so gut wie seine Mitglieder. Wenn wir uns nicht selbst helfen, hilft uns keiner“, sagt Lore Hermannsdorfer. Die 57-Jährige wurde am Montag in Erding von 36 Ortsbäuerinnen oder deren Vertreterinnen einstimmig zur stellvertretenden Kreisbäuerin gewählt. Sie steht damit Irmgard Posch zur Seite, die den Chef-Posten bereits im Februar übernommen hatte. Damals wollte partout niemand als Stellvertreterin kandidieren.

„Ich habe gelesen, dass die Landwirtschaft im Landkreis Erding die drittgrößte Wirtschaftskraft ist“, sagt Hermannsdorfer. Das Landkreiswappen zeige ein Pferd als Arbeitstier, das Stadtwappen Erdings eine Pflugschar. „Die Landwirtschaft spielt hier eine wirklich große Rolle. Und ausgerechnet bei uns gibt es keine stellvertretende Kreisbäuerin? Das darf nicht sein“, erklärte die resolute Bäuerin, warum sie nun doch für dieses Amt kandidiert hat. „Im Februar habe ich erst mal ,Nein‘ gesagt, weil wir umgebaut haben und ich noch nicht wusste, wie das läuft.“ Aber Familie und Freunde hätten ihr gut zugeredet, und so habe sie sich nun zur Verfügung gestellt.

Die Hauswirtschaftsmeisterin betreibt mit ihrer Familie einen Vollerwerb-Milchviehhof in Matzbach (Gemeinde Lengdorf). Schon mit fünf Jahren wusste sie: „Ich werde Bäuerin.“ Auch ihre Kinder konnte sie dafür begeistern. Beide Töchter sind in die Fußstapfen ihrer Mutter getreten und Bäuerinnen geworden. Der Sohn wird einmal den Hof übernehmen.

Lore Hermannsdorfer ist sechsfache Großmutter und engagiert sich bereits seit 30 Jahren im Bauernverband, davon 25 Jahre als Ortsbäuerin von Matzbach. Im Februar wurde sie zum zweiten Mal als Beisitzerin in den Kreisvorstand gewählt. „Ich habe schon vier Kreisbäuerinnen miterlebt“, erinnert sich Hermannsdorfer. Nun möchte sie die amtierende Irmgard Posch, mit 40 Jahren jüngste Kreisbäuerin Oberbayerns, tatkräftig unterstützen.

Nicht nur die Mittbacherin freut sich, dass sie mehr Hilfe bekommt, auch Kreisobmann Jakob Maier nannte es „wunderbar“, dass nun diese Lücke im Landfrauen-Vorstand geschlossen sei.

Eine neue Lücke entstand allerdings durch das Aufrücken Hermannsdorfers in den Reihen der Beisitzer. Für diesen Posten gab es am Montag mit Michaela Hörmannsdorfer und Angelika Schweiger zwei Kandidatinnen. Mit großer Mehrheit wurde die 41-jährige Schweiger gewählt. Die fünffache Mutter ist Ortsbäuerin in Steinkirchen/Inning und betreibt dort einen Milchviehhof mit 80 Kühen.

Nach der Wahl stellte Walther Pittroff, BBV-Direktor för Oberbayern, das Bildungswerk im BBV vor.

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