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„Kein Arbeitsverbot für Asylbewerber“: Dieses und weitere Schilder hielten die Teilnehmer in die Höhe. Am S-Bahnhof Erding traf sich der erste Teil der Landkreis-Delegation.

Sternfahrt der Asylhelfer 

„Die Politik sollte sich nicht täuschen“

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Asylhelfer aus ganz Bayern haben am Samstag gegen Abschiebungen nach Afghanistan und Arbeitsverbote protestiert.

Erding– Asylhelfer aus ganz Bayern haben am Samstag gegen Abschiebungen nach Afghanistan und Arbeitsverbote protestiert.Mehr als 1000 Menschen haben sich zu Füßen der Bavaria an der Münchner Theresienwiese zu einem Gruppenfoto getroffen. – darunter auch eine gut 50-köpfige Delegation aus 14 Asylhelferkreisen aus dem Landkreis Erding.

„Die Angst ist massiv da“, berichtet Maria Brand, Sprecherin der Erdinger Aktionsgruppe Asyl (AGA). Das Bundesamt für Migration schicke derzeit am laufenden Band ablehnende Bescheide. „Die Briefe bestehen förmlich aus Textbausteinen. Eine Einzelfallprüfung scheint es nicht zu geben“, sagt Brand. Alleine an diesem Wochenende habe sie von vier Ablehnungen bei Afghanen erfahren.

Die zunehmende Anzahl von Arbeitsverboten sei besonders frustrierend für Geflüchtete. „Die sitzen dann nur rum“, sagt Brand. Aus Berufsintegrationsklassen höre sie, dass sich die Schüler vor Sorge kaum noch konzentrieren könnten. In der Stadt Erding schätzt sie die Zahl der Asylbewerber, deren Beschäftigungserlaubnis nicht verlängert wurde, auf rund 30. Es treffe vorwiegend Pakistani, Nigerianer und Afghanen. Zahlen für den ganzen Landkreis versuche die AGA derzeit zu erheben.

Am Hauptbahnhof kamen im Lauf des Vormittags aus allen Teilen Bayerns sternförmig die Gruppen an. Bis Mittag strömten Ehrenamtliche und Flüchtlinge zum Mut machenden „Familienfoto“ vor der Bavaria. „Wir haben auf dem Weg viele aufgeschlossene Menschen getroffen – in der S-Bahn, auf den Straßen. Die Politik sollte sich nicht täuschen“, sagt Brand. Mit harten Asylentscheidungen würden auch viele Wähler abgeschreckt, ist die 70-Jährige überzeugt. timo aichele

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