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Präsidium und Revisoren des AWO-Kreisverbandes (v. l.): Heidrun Hillinger, Robert Katzschner, Horst Potempa, Madlen Völkel, Beate Sitte, Vorsitzender Fritz Steinberger, Nepomuk Hauser und Dr. Markus Marschall.

Arbeiterwohlfahrt Erding 

Stets an der Seite der Schwächeren

Erding – Neuwahlen, eine Satzungsänderung und der Rückblick auf vier ereignisreiche Jahre standen im Mittelpunkt der AWO-Kreiskonferenz. Fritz Steinberger bleibt Vorsitzender.

Knapp 40 Mitglieder folgten der Einladung zur Kreiskonferenz der Arbeiterwohlfahrt Erding mit Neuwahlen. Da diese Veranstaltung nur alle vier Jahre stattfindet, ließ Vorsitzender Fritz Steinberger die vergangenen Jahre Revue passieren. Er betonte, dass sich die AWO neu aufstellen müsse. Zwar würden die Sozialverbände nicht untereinander konkurrieren, aber es müssten doch Abgrenzungen sichtbar sein.

Der AWO-Kreisverband gab sich deshalb eine neue Satzung. Darin ist die Trennung zwischen operativem Geschäft, strategischer Steuerung und Aufsicht festgeschrieben. Erreicht wird dies nun durch einen hauptamtlichen Vorstand und ein ehrenamtliches Präsidium mit Steinberger an der Spitze.

Mahnende Worte fand Max von Heckel. Der ehemalige Münchner Stadtkämmerer und Landtagsabgeordnete betonte, die AWO müsse weiter denjenigen helfen, die Hilfe benötigen, denn im Land gebe es eine Auseinanderentwicklung, die die Gesellschaftsschichten äußerst belaste. Er nannte die Wohnungsnot, die für ihn hausgemacht ist. Zudem würden ältere Menschen mit ihrer Rente nicht mehr auskommen, könnten sich ihre Wohnung im städtischen Umfeld nicht mehr leisten und müssten in die ländliche „Fremde“ ausweichen, ohne soziale Kontakte. Auch die Alterssicherung sieht Heckel durch den Zinsverfall in Gefahr. Als drittes Problem nannte er die Krankenversicherungen. Es sei nicht gerechtfertigt, dass der Arbeitnehmeranteil höher sei als der der Arbeitgeber.

Steinberger erinnerte an die vielen Aufgaben, die der AWO-Kreisverband bewältigt hat, etwa in der Kinder- und Jugendarbeit durch den Bau und Betrieb von Kindergärten und Krippen. Er erwähnte den Kleiderladen, in dem sieben Personen Arbeit gefunden haben, die Grundsicherungsgutscheine für die Flüchtlinge, die ans Landratsamt übergeben wurden, das Miteinander mit dem Evangelischen Kindergarten, das soziale Engagement für die Asylbewerber und Hartz-IV-Bezieher oder die finanziellen Zuwendungen für die Tschernobyl-Kinder.

Die AWO helfe, wo immer sie gebraucht werde, so Steinberger. Er dankte allen ehrenamtlichen Mitarbeitern, den geringfügig Beschäftigten der AWO und den Angestellten, „die sich zu 100 Prozent zum Wohl der Schwächeren unserer Gesellschaft einsetzen“.

Nach einer kurzen Pause leitete Regina Brech die Neuwahlen. Es gab 28 Wahlberechtigte. Sie bestimmten fürs Präsidium: Fritz Steinberger (21), Dr. Markus Marschall (17), Horst Potempa (17), Madlen Völkel (16) und Beate Sitte (15). Nepomuk Hauser ist als Vorsitzender des AWO-Jugendwerks automatisch beratendes Mitglied. Als Revisoren wurden Heidrun Hillinger (AWO Isen) und Robert Katzschner gewählt. Dem Kreisausschuss gehören künftig Hauser (27), Mirko Schuldt (21), Jutta Harrer (20), Michaela Meister (19), Elke Reinhold (18), Christian Schmid (16) vom Kreisjugendwerk und Petra Forstmaier an.

Sein Schlusswort widmete Steinberger als alter und neuer AWO-Kreischef den Flüchtlingen. „Auch wir haben Flüchtlinge aus Jugoslawien aufgenommen, die sich inzwischen integriert haben, die Mitglieder geworden sind und sich in der AWO engagieren. Die Balkanstaaten sind nicht mit dem Nahen Osten zu vergleichen, aber wir sollten uns davor hüten, die Flüchtlinge auseinanderzudividieren.“

Elvi Reichert

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