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Stimmungsvoll und wehmütig zugleich war das Abschiedskonzert des Seemannschors Erding beim Mayr-Wirt. 120 Gäste kamen zum musikalischen Auslaufen aus dem Heimathafen. 

Seemannschor das letzte Mal beim Mayr-Wirt 

Stimmgewaltiger Abschied vom Heimathafen

Erding – Mit einem extra langen Programm von mehr als drei Stunden hat sich der Seemannschor Erding von seinem Heimathafen, dem Mayr-Wirt, verabschiedet. 120 Gäste gaben ihm das Geleit, schließlich war das Gasthaus 19 Jahre lang die Heimat des Chores. Dort wurde er gegründet.

Wehmut kam auf, als sich Hellmut Köllmberger bei Wirt Andi Mayr für die vielen schönen Jahre bedankte, für die Herzlichkeit, die ihnen im Heimathafen entgegengebracht worden ist. 418 ordentliche Proben und etliche Sonderproben hat der Seemannschor im Keller ungestört abhalten können. Beim Hoffest und beim Haager Vorstadtfest war er immer dabei und sorgte für Stimmung.

„Es sollte nicht sein, dass wir hier unser 20-Jähriges feiern können“, sagte Köllmberger. Als Dankeschön gab es für Andi Mayr und Stammbedienung Erna Hermann Urkunden. Da wurden nicht nur die Augen der Geehrten feucht, sondern auch beim Seemannschor und vielen Stammgästen. Eigens für diesen Abend hatte Reinhard Harrer auf die Melodie „Sentimental Journey“ den Mayr-Wirt-Blues gedichtet: „Habt’s as ghört, sie macha unsern Wirt zua ... scho morgn is a dicht!“

Fröhliche Lieder wie „Meine beste Freundin ist die Ziehharmonika“, „Drunken Sailor“, „Caprifischer“, „Big Bomb Dolly“ und Freddy Quinns „Reeperbahn“, aber auch Stücke von Santiano sorgten schließlich für begeisterte Stimmung. Das Lied vom „Kronthaler Weiher“ war wieder ein Highlight. Die Gäste klatschten und sangen beschwingt mit. Während Chorleiter Hans Richter für den richtigen Einsatz der „Seemänner“ sorgte, für kräftige, aber auch ganz, ganz leise Töne, gab Andi Knauer am Akkordeon die richtige Tonlage vor. Dass zwei Drittel des Publikums Frauen waren, lag sicherlich nicht nur an den Liedern.

Zum Ende hin wurde es dann sentimental mit „Klabautermann“, „La Paloma“ und „Lilli Marleen“. Beim letzten Lied „Licht aus und Ruh’ im Schiff“ wurden die Lichter gelöscht. Viele Gäste summten leise mit und die Zeilen „Hebt auf die frohe Runde, zum Aufbruch ist es Zeit“ bedeuteten das endgültige Aus des Seemannschors im Mayr-Wirt.

Im neuen Hafen, dem Best Western Hotel am Bahnhof, geht der Chor zum ersten Mal am 10. Januar vor Anker. Geprobt wird um 19.30 Uhr. (Elvi Reichert)

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