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Südlich und westlich der bestehenden Bebauung im Thermengarten sollen 15 Reihenhäuser im Baulandbegünstigten-Modell entstehen. Die Bewerbungsphase startet am 9. April. 

Südlich Thermengarten 

Ab 9. April gibt’s Bauland

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Die Stadt Erding plant im Bereich südlicher Thermengarten 15 Reihenhäuser, die zu vergünstigten Konditionen vergeben werden. Ab 9. April kann man sich für die Grundstücke im Baulandbegünstigten-Modell bewerben.

Erding– Auf diese Nachricht haben viele Bauwillige in Erding lange gewartet: Nach den Osterferien, am 9. April, startet die Bewerbungsphase für Baugrund im Bereich südlich Thermengarten. Im Gebiet des Bebauungsplans 223 I plant die Stadt 15 Reihenhäuser in Form von drei Häuserzeilen. Sie sollen zu vergünstigten Konditionen zum Erwerb beziehungsweise zur Bestellung von Erbbaurechten vergeben werden, erklärte Uwe Lallinger vom Liegenschaftsamt in der Stadtratssitzung am Dienstag.

Er stellte das Baulandbegünstigten-Modell vor, das das bisherige Einheimischenmodell ablöst. Dessen Einzelheiten inklusive Vergabeverfahren waren vorab in nichtöffentlichen Sitzungen abgesteckt worden. „Dabei sind fast alle Beschlüsse einstimmig gefallen“, resümierte OB Max Gotz (CSU).

Nichtöffentlich beschlossen hatte der Stadtrat auch den Punktekatalog. Demnach gibt es für Kinder in häuslicher Gemeinschaft maximal 60 Punkte und für pflegebedürftige Personen oder behinderte Menschen im Haushalt höchstens 20 Punkte. Ebenso viele Punkte werden maximal fürs gemeinsame Vermögen sowie für das addierte Grundeinkommen der Bewerber vergeben. Beim Ortsbezug kann man höchstens 90 Punkte erreichen, wenn man fünf Jahre in Erding lebt. „Mehr Jahre können nach EU-Richtlinien nicht gewertet werden“, erklärte Lallinger. Die Höchstpunktzahl von 30 gibt es für ehrenamtliches Engagement. „Voraussetzung dafür ist die Ehrenamtskarte des Landkreises als Nachweis, weil das für uns sonst schwierig zu beurteilen ist“, sagte Lallinger. Auf Vorschlag Hermann Schießls (CSU) soll auch eine Bestätigung des Landratsamts, dass jemand die Karte beantragt hat, dafür reichen.

Laut Lallinger ist ein Unterschied zu bisherigen Modellen, dass den Erbbauberechtigten ein Ankaufsrecht eingeräumt wird, sodass sie die Möglichkeit haben, das Grundstück später – zum jeweils aktuellen Verkehrswert – zu erwerben. So sollen sich Bürger „eine komplette Eigentumssituation“ schaffen können.

Das günstigste Haus gibt es laut Preisliste für 397 000 Euro, das teuerste für 449 000 Euro. Im Erbpachtbereich liegt die Spanne zwischen 332 000 und 376 000 Euro. „Wir haben einen Basispreis von 300 Euro für Erbpacht oder Kauf. Damit sind wir sehr gut in der Förderung von Familien, sich Wohneigentum zu schaffen“, sagte Gotz.

Wie Lallinger weiter ausführte, habe sich bei früheren Einheimischenmodellen die Zusammenarbeit mit einem Bauträger am besten bewährt. So soll es auch dieses Mal sein: Die Grundstücke werden direkt an die ausgewählten Bewerber vergeben. Im Kaufvertrag ist jedoch festgelegt, dass das Objekt mit einem von der Stadt ausgewählten Bauträger errichtet werden muss, der verschiedene Ausbaupakete anbietet.

Das gefiel Hans Egger (Erding Jetzt) zwar nicht, Gotz erinnerte jedoch daran, dass die Entscheidung für dieses Vorgehen im vorigen August einstimmig gefallen sei.

Laut Stadtbaumeister Sebastian Henrich hätten sich nur zwei von sieben angeschriebenen Bauträgern gemeldet. Einer davon, der jetzt zum Zug kommt, habe einen „hochinteressanten Preis“ abgegeben, und man habe bereits gut zusammengearbeitet.

„Es ist das, was uns die EU möglich macht“, meinte Jakob Mittermeier (CSU) zum gesamten Modell. „Und es ist besser als nichts, auch wenn es nicht dem entspricht, was wir immer als Einheimischenmodell verstanden haben.“ Horst Schmidt (SPD) erklärte, man habe lange gerungen, um dieses Modell aufzustellen. Doch der Beschluss sei „für uns alle eine zukunftsweisende Entscheidung“.

Interessenten können ab Montag, 9. April, die Bewerbungsunterlagen samt Exposé zum Preis von je zehn Euro im Rathaus erwerben. „Wer Interesse hat, dem muss es das wert sein“, erklärte Gotz zur Schutzgebühr. Bis 3. Juni werden Bewerbungen angenommen. Voraussichtlich Ende Juli wird die Verwaltung mit deren Auswertung fertig sein. Nach bisherigem Stand sollen zum 24. September alle Zu- sowie endgültigen Absagen versandt sein.

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