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Swing-Kavaliere begeistern mit heißer Musik

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Feine Unterhaltung der alten Schule: 
          Die Swing-Legenden Hugo Strasser (vorne, l.) und Max Greger musizierten gemeinsam mit dem Ambros Seelos Orchester in der Stadthalle.  
            Foto: Vogel
Feine Unterhaltung der alten Schule: Die Swing-Legenden Hugo Strasser (vorne, l.) und Max Greger musizierten gemeinsam mit dem Ambros Seelos Orchester in der Stadthalle. Foto: Vogel

Erding - Zwei legendäre Bandleader begeisterten am Donnerstagabend mit dem Ambros Seelos Orchester das Publikum in der Stadthalle: Klarinettist Hugo Strasser, der heuer 88 Jahre alt wird, und der 83-jährige Saxophonist Max Greger.

Der jüngste im Bunde der galanten Herrn, der 74-jährige Ambros Seelos, war erkrankt und gastierte nicht in Erding.

Als Kavaliere der alten Schule plauderten Strasser und Greger charmant mit ihrem Publikum und ließen ihre Instrumente sprechen. Dabei verließen sie sich aber nicht auf ihren Altersbonus. Denn die energiegeladenen Senioren hatten Besseres zu tun, als sich auf ihrem Ruhm als Swing-Legenden ausruhen

Mit eleganten Bewegungen spielte Strasser virtuos Klarinette und entlockte ihr geschmeidige Töne. Alleine wie der Münchner Musiker die Zuhörer höflich und locker zugleich mit „Herrschaften“ ansprach, schuf eine ganz eigene Atmosphäre der feinen Unterhaltung. Saxophonist Greger kündigte gut gelaunt an, eine „heiße Kanne zu blasen“, und kredenzte dem Publikum einen scharfen „Tequila“ mit typischem Greger-Sound.

Das überwiegend gesetzte Publikum erwies sich als temperamentvolle Fangemeinde und erlebte mit Swing-Stücken von Glenn Miller wie „Chatanooga Choo Choo“ eine nostalgische Rückkehr in ihre Jugendzeit. Da wippten die Füße und es hätte wohl so manchen gejuckt, zu den flotten Nummern mit sattem Bläsersound eine heiße Sohle aufs Parkett zu legen.

Im Repertoire der gut einspielten Band waren hinreißende Titel wie George Gershwins bittersüßes „Summertime“ sowie einige Jazzstücke Duke Ellingtons. Schön war, dass die Bandmitglieder abwechselnd moderierten und auch solistisch ihr Können zeigen konnten. Eine weitere Bereicherung war der Auftritt der Sängerin Steffi Denk. Als im Finale Greger und Strasser mit Stücken wie „Sentimental Journey“ oder „Moonlight Serenade“ gemeinsam auf der Bühne standen, nahm man eine beeindruckende Erinnerung mit nach Hause. (vev)

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