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Schon beim Opening, das die Entdeckung Südamerikas symbolisierte, bekam das Publikum eine Vorahnung, was der Abend bringen sollte: temperamentvollen Tanz, akrobatische Einlagen, fantasievolle Kostüme und eine eindrucksvolle Choreografie.

Stadthalle Erding

Night of the Dance: Tanzende Akrobaten mit hämmernden Füßen

Erding – Stepptanz, Musical, Modern Dance, HipHop, Samba, Akrobatik und ein bisschen Slapstick. Das alles und noch viel mehr boten am Montagabend die Broadway Dance Company und Dance Factory Dublin mit ihrem Programm „Night oft the Dance“ in der Stadthalle Erding.

Ausschließlich Tanzprofis aus Irland, England, Südamerika und USA waren da am Werk und begeisterten die rund 250 Zuschauer.

Der irische Stepptanz zog sich wie ein roter Faden durch den unterhaltsamen Abend. Unter der Choreografie von Liam Caputo, einem gebürtigen Italiener, der seit knapp zehn Jahren dem Night-of-the-Dance-Team angehört und zu den schnellsten Stepptänzern der Welt zählt, erhielt der ursprünglich traditionelle Tanz sehr moderne Elemente. Da imitierten die Künstler Michael Jackson und hämmerten zu dessen Musik auf den Bühnenboden oder sie gaben Lady Gaga mit Combo. Immer in passende Kostüme gehüllt. Eine gekonnte Lichtershow perfektionierte die fulminante Aufführung.

Die Tänzer vermittelten dem beeindruckten Publikum, dass sie allesamt selbst Spaß an ihren Darbietungen hatten. Voller Lust und guter Laune zeigten sie ihre synchronen und schnellen Steppschritte, ihre fetzigen Tänze, lustigen und zugleich atemberaubenden HipHop- und Breakdance-Einlagen.

Einen besonderen Applaus gab es für das Duo Veronica Herrera und Cesar Vasquez Morales. Elegant und hingebungsvoll präsentierten die Tanzakrobatin, die aus einer Zirkusfamilie stammt, und der Solotänzer aus Buenos Aires ihr Können. Herrera ließ sich von ihrem Tanzpartner wie eine Gummipuppe in der Luft biegen. Mit perfekter Körperbeherrschung zeigten die beiden Tanzakrobatik vom Feinsten und ernteten dafür viel spontanen Applaus.

Vor allem die Abwechslung bei den rund 20 Darbietungen machten den fast dreistündigen Abend so kurzweilig. So gab es nach der Pause ein Blacklight Theatre. Vor schwarzem Samt spielten hier ebenso schwarz gekleidete Akteure und ließen mit neonfarbenen Elementen tolle Illusionen entstehen. Bei „Stomp“ wiederum lag der Fokus auf Rhythmus und Beat, der mit allem erzeugt wird, was gerade so da ist.

Als die Melodie des Filmklassikers Dirty Dancing erklang, und vier Paare den leidenschaftlichen Tanz des Originals auf ihre Weise interpretierten, klatschte das Publikum begeistert mit und forderte zum Schluss auch noch eine Zugabe.

Alexandra Anderka

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