Bundesstraße B 388

Taufkirchener Umgehung: Hoffnung auf 2018

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Die Ortsumfahrung von Taufkirchen seht kurz vor der Baureife. Die Arbeiten können im Winter ausgeschrieben werden.

Erding/Taufkirchen – Die Hoffnung, dass die Arbeiten an der Taufkirchener Ortsumfahrung schon 2018 starten könnten, bekräftigte nun Andreas Lenz in einer Pressekonferenz der Landkreis-CSU. „Es ist realistisch, die Baureife noch in diesem Jahr zu erreichen“, sagte der Bundestagsabgeordnete. „Im Herbst/Winter könnte es tatsächlich sein, dass die Umgehung nördlich der B 388 in Angriff genommen wird.“ Somit könne die Ausschreibung der Arbeiten über den Winter erfolgen.

Vor knapp drei Monaten hatte das Staatliche Bauamt Freising einen Fahrplan für die Realisierung der vier Ortsumfahrungen der B 388 sowie des Ausbaus der Flughafentangente Ost (FTO) vorgestellt. Seitdem steht fest:Erst wird die Umfahrung von Taufkirchen gebaut, danach sind Moosinning, Erding und Grünbach an der Reihe.

Taufkirchen sei von den vier Projekten in den Planungen am weitesten. Vor vier Jahren hingegen sei es noch nicht absehbar gewesen, dass heute tatsächlich alle Umfahrungen auf Erdinger Flur in den vordringlichen Bedarf kommen, sagte Lenz. Sie seien nun aber finanziell gesichert und könnten umgesetzt werden.

Es habe bereits Gespräche mit dem Straßenbauamt gegeben, um sicherzustellen, dass dann die Kapazitäten vorhanden sind, um diese Projekte auch planerisch umzusetzen. „Das wurde zugesichert“, so Lenz: „Die Planungsressourcen für alle Umgehungen sind vorhanden.“

Jedoch komme es nun auch darauf an, wie die jeweilige Kommune die Planungen selbst vorantreibe und wie jeweils der Grundstückserwerb laufe.

Ziel sei es, die Projekte bis 2030 umzusetzen. „Dann ist die B 388 durch den Landkreis eine funktionsfähige Trasse und auch der höchstmögliche Schutz für die Bürger erreicht. Dem sind wir nähergekommen – wohlwissend, dass der Ausbau noch ein ganzes Stück dauern wird.“

In Sachen FTO pocht die CSU weiterhin auf den vierspurigen Ausbau. Nach dem aktuellen Planungsstand soll die Straße zwischen A 92 und der Anschlussstelle Erding Nord vierspurig ausgebaut werden, zwischen Erding Nord und Neufinsing/Niederneuching (Staatsstraße 2082) nur dreispurig. Von dort bis zur A 94 soll die Tangente gar zweispurig bleiben. „Das ist aber eine sehr unfallträchtige Straße“, sagte MdB Andreas Lenz in einer Pressekonferenz der Kreis-CSU. „Und zwar vom Anfang bis zum Ende“, ergänzte Landrat Martin Bayerstorfer.

Man habe daher bei Joachim Herrmann angeregt, den vierspurigen Ausbau der gesamten Trasse, von der A 92 bis zur A 94, zu prüfen. Der Innenminister habe zugesagt, im kommenden Jahr „die Verkehrsnachfrage für die komplette FTO“ untersuchen zu lassen. Das Gutachten werde 2018 vom Bauamt Freising als erster Planungsschritt in Angriff genommen, „obwohl der aktuelle Ausbauplan für die Staatsstraßen hier keine Maßnahmen vorsieht“.

So soll ermittelt werden, ob auch südlich der St 2082 ein Ausbau möglich sei. Dieser sei nach Aussage Herrmanns erforderlich, wenn die Verkehrsbelastung weiter steige. Für noch mehr Sicherheit auf der unfallträchtigen Tangente habe man zudem vorgeschlagen, die Einfädelspuren zu verlängern, sagte Lenz. „Das ist auch ein Thema, das zu einer Gefährdung beiträgt.“ Mit der kürzlich erfolgten Zustimmung des Ebersberger Kreistags zum FTO-Ausbau sei der politische Druck weiter erhöht worden.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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