Tempo-Messstelle am Schwimmbad

Geblitzter blitzt vor Gericht ab

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Gegen die Stadt vor Gericht gezogen ist ein Erdinger. Er fühlte sich von der Verkehrsüberwachung hinters (Blitz-)Licht geführt. So hat der Richter reagiert:

Erding - Zu sehr aufs Gaspedal gedrückt hatte ein 68-Jähriger an der Anton-Bruckner-Straße in Erding: Er war mit Tempo 54 in eine Radarfalle gerauscht. Eine minimale Geschwindigkeitsüberschreitung? Von wegen. Denn just an diesem Tag, dem 15. Oktober vorigen Jahres, herrschte auf Höhe des Hallenbads Tempo 30.

Der Erdinger wollte die Strafe von 80 Euro und einem Punkt in Flensburg nicht akzeptieren und die Geldbuße drosseln. Bei der Verhandlung vor dem Amtsgericht Erding ließ ihn Richter Michael Lefkaditis aber abblitzen.

Dass er zu schnell gefahren sei, räumte der Angeklagte über seinen Anwalt ein. Doch auf die Sonderregelung hätte früher hingewiesen werden, argumentierte der Advokat. „Grund für die Anordnung war der Fußgängerverkehr“, sagte er. Denn auf dem nahegelegenen Volksfestplatz fand an diesem Tag der Saisonabschluss des Tuning Clubs statt. Und dazu hätten Besucher die Straße überquert. Rechtzeitig hätte der Kraftfahrer auf die Gefahrenstelle aufmerksam gemacht werden müssen.

Lefkaditis teilte diese Ansicht nicht. Denn die Verordnung, dass 200 Meter vor und nach einer Anordnung nicht geblitzt wird, sei eine Sollvorschrift. Wie groß der Abstand von den Tempo-30-Schildern zur Blitzstelle war, konnte auch der als Zeuge gehörte Messtechniker der Stadt Erding nicht exakt sagen. Rund 70 Meter seien es etwa gewesen.

Für Lefkaditis zählte auch dieses Argument nicht. Die Beschilderung hätte der Angeklagte sehen und daraufhin bremsen müssen. Das machte der Richter mit deutlichen Worten klar. Schließlich nahm der Ingenieur seinen Einspruch zurück.

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