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Freuen sich über die gelungene Premiere der Komödie „Der Ehestreik“ : die Mimen des Theatervereins Langengeisling, allen voran Regisseur Paul Hilger (M.).

Theater Langengeisling

Eifersucht und Ehezoff

Nach zehn Jahren Pause, führte der Theaterverein Langengeisling in der Schulturnhalle Geisling, das bayerische Stück „Der Ehestreik“ vor. 

LangengeislingDie Tradition lebt weiter: Zehn Jahre lang pausierte der Langengeislinger Theaterverein, bis 2017 in der Schulturnhalle Geisling wieder die Vorhänge aufgingen.

Auch heuer haben die Darsteller des Theatervereins ein bayerisches Stück einstudiert. „Der Ehestreik“ von Julius Pohl wurde als witzig-spritzige Komödie von Gitta Gründinger und Paul Hilger für die Bühne adaptiert. Premiere war am Samstagabend, die sich auch OB Max Gotz nebst seiner Gattin Alexandra nicht entgehen lassen wollte.

Zur Handlung: Helle Aufregung herrscht im Dorf, denn die neue, schnittige Kellnerin zieht die Eifersucht der hiesigen Ehefrauen auf sich. Ohne Zweifel ist sie der Grund, weshalb die Männer des Dorfes immer mehr Zeit im Wirtshaus verbringen. So kann das auf keinen Fall weitergehen, ein Plan muss her, beschließen die Ehefrauen, denn es ist „heilige Pflicht, unsere Ehemänner solange vom Wirt fernzuhalten, bis dieser bankrott geht – zur Rettung der ehelichen Treue und der Tugendhaftigkeit unserer Ehemänner!“ Kurz darauf bricht sich das Chaos Bahn. Von zunächst zaghaftem Bitten, eskaliert das Ganze. Es folgen Drohungen, Streitereien und letztlich Schlafzimmerverbot für alle Ehemänner. Es geht um die üblichen Streitereien in der Ehe, den ewigen Machtkampf zwischen Mann und Frau und viele weitere Situationen, die so manchem Langzeit-Verheirateten mitunter sehr bekannt vorkommen dürften.

Zitate wie „Ein kluger Mann muss nachgeben, wenn ihm der Frieden im Haus wichtig ist“ oder „Ich bin immer noch der Herr im Haus – zumindest, solange es meine Frau erlaubt“ ebenso wie „In der Ehe bin ich für Kommunismus – gleiche Rechte für alle“ sorgten für Erheiterung.

Vor dem liebevoll ausgestatteten Bühnenbild bewiesen die Darsteller, dass sie sich gegenüber den Aufführungen des Vorjahres noch einmal steigern konnten. Mit Spielfreude, spürbaren Emotionen und gut sitzenden Texten zeigten sie keine Spur von Aufregung und lieferten souveräne Leistungen ab. Sämtliche Dialoge waren in bairischer Mundart gehalten, was es Besuchern von außerhalb allerdings mitunter schwer machen dürfte, dem Geschehen zu folgen. Zum Schluss hin gibt es noch eine überraschende Wendung.  phi

Weitere Aufführungen

am Freitag, 27. April, und Samstag, 28. April, jeweils um 19.30 Uhr, in der Schulturnhalle Langengeisling. Restkarten gibt es an der Abendkasse.

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