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Therme Erding verpasst neuen Rekord knapp

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Von: Hans Moritz

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Die neue Attraktion in der Therme Erding: die Riesenrutschte Big Wave, in die Reifen sogar Gegensteigungen überwinden. Jetzt wird sie umgebaut, damit ab Sommer auch paarweise gerutscht werden kann. Es ist nicht das einzige Ausbauprojekt der weltweit größten Therme. © Therme/Moritz

Viele neue Erweiterungen, um die Therme Erding weiter voranzubringen.

Erding – Kein Rekordjahr, aber unter den großen Bäderlandschaften in Deutschland nach wie vor unangefochten die Nummer 1: Die Therme Erding hat ein wechselvolles Jahr hinter sich.

2018 war für die Wellnessoase das erste Jahr ohne ihren visionären Gründer Josef Wund, der im Dezember 2017 bei einem Flugzeugabsturz am Bodensee ums Leben gekommen ist. Am Dienstag, 15. Januar, hat Prokurist Uwe Barth, einer der Aufbauväter der mittlerweile weltweit größten Wellness-Anlage, seinen letzten Arbeitstag. Die Suche nach einem Nachfolger gestaltet sich nach den Worten von Inhaber Jörg Wund „sehr schwierig“. Er bilanziert: „Wir haben uns 2018 moderater entwickelt als in den Vorjahren. Aber es gibt etliche Pläne, die Therme in naher Zukunft weiter voranzubringen, zu modernisieren und zu erweitern“, so Wund. 2019 steht ein Doppeljubiläum an: 20 Jahre Therme und fünf Jahre Hotel Victory, das einen neuen Direktor hat.

1,76 Millionen Gäste wurden voriges Jahr gezählt, 2017 waren es knapp über 1,8 Millionen gewesen. Den Rückgang führen Wund und Barth auf den heißen Sommer zurück. „Bei uns betrug das Minus zwei Prozent, in anderen Häusern waren es bis zu 30“, rechnet Wund vor. Laut Prokurist und Galaxy-Geschäftsführer Marcus Maier hat man sogar den besten August erlebt. „Seit Jahren bemühen wir uns, den Sommer zu stärken“, berichtet Barth, „denn da herrscht an sich kein typisches Thermenwetter“. Diese Rechnung gehe dank großer Events wie der Bayern 3-Sommerparty und anderer Konzerte mit populären Sängern auf.

2018 wird in die Thermenhistorie als das Jahr des Einstiegs in die Digitalisierung des Badevergnügens eingehen. Wund berichtet, dass die VR-Brillen beim Rutschen sehr gut angenommen würden. 100 000 Mal sei das Zusatzangebot, in einer virtuellen Welt sowie im Wasser unter der Kuppel zu rutschen, gebucht worden. Seit Dezember kann man mit den Brillen mit integriertem Smartphone auch tauchen. „Der Strömungskanal wird so zur spannenden Unterwasserwelt“, verspricht Wund.

Barth berichtet, dass die neue, luxuriöse Seesauna mit exklusiven Chalets gut angenommen werde. „Sie sind zu 60 Prozent ausgebucht“, freut sich der scheidende Prokurist. Auch die Sauna-Aufgüsse würden immer aufwändiger, „damit wir dem Gast bei jedem Besuch etwas Neues bieten können“.

Für das Jubiläumsjahr kündigt Barth einige Konzerte an, darunter am 6. April Martina Eisenreich in der großen Sauna-Halle. Am 13. Juli findet das große Sommerfest statt, davor kommt Bayern 3 mit seiner Beachparty. Der eigentliche Geburtstag wird Anfang Oktober mit einem Festakt begangen.

Auch in den nächsten Jahren wird die Anlage nach den Worten Wunds weiter wachsen. „Auf jeden Fall brauchen wir mehr Parkflächen. Im Osten planen wir ein zweites Parkhaus mit überdachtem Zugang zum Foyer.“ Auch ein zweites Hotel peilt er an – für Familien mit direkter Anbindung an die Rutschen. Nicht zuletzt erwägt Wund ein Apartmenthaus für Mitarbeiter. Mit den Eigentümern der Nachbargrundstücke hat er diesbezüglich bereits Verhandlungen aufgenommen.

Auch im Freigelände wird sich etwas tun: Die neue Riesenrutsche Big Wave, einer der großen Magneten im Sommer, wird ausgebaut, damit auch paarweise gerutscht werden kann. Für bis zu acht Millionen Euro kann sich Wund eine in sich drehende Rutsche vorstellen. Der Prototyp steht in China.

2019 hat für die Therme gut begonnen – und mit einem Tagesrekord von 12 000 Gästen an einem Tag. „Es waren zeitgleich bis zu 6000 Leute bei uns“, erinnert sich Wund. Im Textilbereich beträgt die durchschnittliche Aufenthaltsdauer 5,5 Stunden, in der Sauna sogar zehn.

Die Therme gehört mittlerweile zu den größten Arbeitgebern im Landkreis. Zu den 540 eigenen Angestellten kommen ebenso so viele von externen Dienstleistern.

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