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Weiter wachsen wird die Therme auch knapp 20 Jahre nach ihrer Eröffnung. Das Bild zeigt die Gesamtanlage mit (v. l.) Sauna, Therme und Parkhaus, Rutschenparadies Galaxy und Hallenbad sowie Hotel.

Therme Erding

Erstmals über 1,8 Millionen Besucher

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Ein Jahr vor ihrem 20. Geburtstag vermeldet die Therme Erding einen neuen Rekord: 1,81 Millionen Besucher wurden 2017 gezählt. Die Zeichen stehen weiter auf Wachstum. Heuer kommen eine neue Seesauna und eine Rutsche mit Gegensteigung hinzu.

Erding - Das Potenzial des weltweit größten Wellnesstempels scheint unerschöpflich zu sein. Dem Wachstum auf zuletzt 1,81 Millionen Gäste – geplant waren 1,7 Millionen – liegt freilich ein Plan zugrunde. Der Gast bekommt nicht nur jährlich Neues geboten, Inhaber Jörg Wund achtet zudem darauf, dass die Therme rund wächst. „Wenn wir für junge Leute und Familien etwas machen, muss auch etwas für den exklusiven Saunagast getan werden“, sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung. Das gelte auch für die Infrastruktur: mehr Parkplätze, Garderoben und Liegeflächen.

Wund und Prokurist Uwe Barth ist es gelungen, die Therme das ganze Jahr über attraktiv zu machen – nicht nur wenn es draußen kalt und die Sehnsucht nach Wärme groß ist. „Die großen Sommerevents unter anderem mit Max Giesinger sind voll eingeschlagen.“ Da kommen mehrere tausend Besucher, die im Schnitt zehn Stunden bleiben“, rechnet Barth vor.

Und es gilt nach wie vor das Konzept, dass der Gast immer wieder etwas Neues vorfinden soll. Das wird 2018 nicht anders sein. Nach der Eröffnung der großen russischen Sauna vor einem Jahr wird dieser Bereich ab Juni um eine Seesauna mit drei Chalets und sechs exklusiven Suiten aus Zirbenholzstämmen erweitert. Einstiegspreis pro Tag – 200 Euro mit einem First-Class-Programm.

Auf der anderen Seite wird der Freiluftrutschenpark erweitert – im Sommer laut Wund mit der größte Magnet. „Bis Pfingsten wird eine Reifenrutsche fertig sein, die in luftigen 15,5 Meter Höhe beginnt – die Big Wave (Große Welle). Nach einer rasanten Talfahrt geht es wie in einer Halfpipe wieder nach oben, ehe man in einer zweiten Röhre weitergleitet“, erklärt Wund das bundesweite Novum. Auch große Sommerevents wird es wieder geben.

Ganz neu sind die Virtuality-Brillen, mit denen man im Galaxy quasi durch Galaxien oder den Dschungel sausen kann. Dieses Angebot gibt es seit wenigen Wochen – und wird laut Wund intensiv genutzt (wir berichteten). Zwei neue virtuelle Welten soll es jedes Jahr geben. Allein in die Großprojekte Rutsche und Seesauna wird die Therme heuer rund 2,5 Millionen Euro investieren.

Darüber hinaus gibt es mittelfristige Ziele. „Unser Hotel ist ständig zu über 90 Prozent ausgelastet, im März waren es sogar 94“, bilanziert Barth. Seine Schlussfolgerung: „Wir brauchen mehr Kapazitäten.“ Viel Platz auf eigenem Grund gibt es zwar nicht mehr. Entstehen wird das zweite Hotel wohl südlich des Gästehauses. In dessen Norden plant Wund ein weiteres Parkhaus.

Und dann steht nach 20 Jahren die erste Totalsanierung an. „Es wird der Tag kommen, an dem wir die Ursprungstherme für ein paar Wochen schließen müssen, um sie zu erneuern“, kündigt der Inhaber an. Einen Zeitpunkt dafür kann er aber noch nicht nennen. Einen Rekord legte die Therme 2017 nicht nur bei den Besuchern hin, sondern auch beim Personal. Insgesamt 1000 Menschen finden hier Arbeit. „Und 1999 haben wir mit 34 begonnen“, sagt Barth – mit Wund ein Mann der ersten Stunde.

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