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Gibt‘s bald nicht mehr nur im Kino, sondern auch im Schwimmbad: In der Erdinger Therme wird gerade die erste VR-Rutsche der Welt gebaut.

Flug durchs All

Abgespaced! Neue Rutsche in der Therme Erding mit VR

Wer träumt nicht davon, einmal den Weltraum zu erkunden? Eine Rutsche in der Therme Erding macht das jetzt möglich - mit einer kleinen technischen Hilfe.

Erding – Das Weltall kennt der Großteil der Menschheit nur von Satellitenbildern im Fernsehen. Doch bald kann man es in der Therme Erding auch fast live erleben:  Mittels einer Virtual-Reality-Brille sollen dort bald Badegäste durchs All rutschen können. Momentan läuft die Testphase für das weltweit einzigartige Projekt. 

Virtual Reality (VR) ist längst nicht mehr nur etwas für Technikfreaks und Computernerds. Angefangen im Spielbereich über Kinofilme bis zu virtuellen Tauchabenteuern in der Unterwasserwelt oder Spaziergängen durch 3D-Gemälde kann die Technologie mittlerweile so gut wie alles virtuell simulieren. Neu ist jetzt allerdings die Kombination mit Wasser.

Zusammen mit einem VR-Unternehmen aus Aschheim konstruiert ein Wasserrutschenhersteller aus Pullach in der Erdinger Therme das ultimative Rutscherlebnis. Für die Besucher ist es einfach: Brille aufsetzen, den Countdown abwarten und schon rauscht man auf dem Gummireifen durch fremde Welten, die als Film über die Brille abgespielt werden.

Bereit für die virtuelle Realität

Die Vorbereitungen sind nicht ganz so simpel. Die ersten Tests verliefen zwar gut, aber es gibt noch Verbesserungspotential. Wie Konstrukteur Frank Heimes dem BR berichtet, arbeiten die Fachmänner momentan daran, die Geschwindigkeit des Films für jeden, der rutscht, individuell anpassen zu können. Über Sensorik auf der Bahn soll der Film je nach Geschwindigkeit des Rutschenden langsamer oder schneller abgespielt werden. 

Jörg Wund, Geschäftsführer der Therme, freut sich schon auf die neue Rutsche. 2018 will er sie in Betrieb nehmen, der TÜV muss sie noch genehmigen, erklärt der Inhaber dem BR. In der weiteren Testphase dürften Stammgäste noch ohne Aufpreis durch das All rutschen. Im normalen Betrieb soll die Benutzung der Hightech-Rutsche, mit der die Besucher dann durch eine Vulkanlandschaft sausen können, drei Euro zusätzlich kosten - für eine 4-Stunden-Karte Badespaß mit der neuen VR-Rutsche wären das - Stand jetzt - 27 Euro. 

In „Europas größter Rutschenwelt“, wie es auf der Homepage heißt, stehen den Besuchern dann insgesamt 27 Rutschen mit über 2.500 Metern Bahnlänge zur Verfügung. Damit für jeden etwas passendes dabei ist, sind sie sind in drei verschiedene Schwierigkeitsgrade unterteilt. 

mh

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