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Mitreißendes Musikerlebnis: der Tölzer Knabenchor unter der Leitung von Christian Fliegner, begleitet von Veronika Hasenöhrl an der Harfe. 

Tölzer Knabenchor zu Gast in Erding

Die Weihnachtsgeschichte musikalisch erzählt

Der Tölzer Knabenchor begeistert mit seinem Konzert in der Stadtpfarrkirche das Erdinger Publikum.

ErdingAuf Einladung der Sparkasse Erding-Dorfen kam der weltberühmte Tölzer Knabenchor nach Erding und bescherte den begeisterten Gästen mit seinem Programm „Alpenländische Weihnacht“ einen Ohrenschmaus. Die Weihnachtsgeschichte wird darin mit Liedern aus Bayern, Österreich und Südtirol erzählt – in der biblischen Abfolge von der Zeit der Erwartung – dem Advent – bis zur großen Freude über die Ankunft des Heilands.

„Schee, dass ihr da seid“, begrüßte Joachim Sommer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Erding-Dorfen, den Knabenchor, dessen Sänger in Tracht aufmarschiert waren. Der Einladung der Bank gefolgt waren zahlreiche Besucher, die die wunderschön geschmückte Stadtpfarrkirche St. Johannes mit den zusätzlichen Stuhlreihen im Mittelgang beinahe vollständig füllten. Sommer dankte Stadtpfarrer Martin Garmaier für die Öffnung seiner Kirche für das Konzert sowie Georg Rothenaicher für seine Orgelbegleitung.

Die gespannte Erwartung auf das Kommen des Messias drückte das Südtiroler Stück „Ach, wann kommen diese Stunden“ treffend aus, harmonisch begleitet von Veronika Hasenöhrl an der Harfe und Gerhard Jacobs am Piano. Chorleiter Christian Fliegner führte seine knapp 30 Sänger mit sicherer Hand durch das anspruchsvolle Programm. So kamen bei dem allseits bekannten Verkündigungslied „Gegrüßt seist du, Maria“ in der Kärntener Version auch drei Solisten zum Einsatz. Die Herbergssuche der jungen Familie stellte der Chor mit wechselnden Wirten ergreifend dar. Parallelen zur heutigen Zeit, in der Besucher aus der Fremde nur schwer eine Unterkunft finden können, drängten sich förmlich auf.

Eine willkommene Pause für den Chor boten die Instrumental-Einlagen von Organist Rothenaicher an der Rieger-Orgel. Die glockenhellen Stimmen der jungen Burschen intonierten virtuos den „Mürztaler Engelruf“ aus der Steiermark, auch die jüngsten Solisten waren mit voller Konzentration bei der Sache. Mit vollem Elan brachten die Sänger die Aufforderung „Heißa Buama, steht’s gschwind auf“ aus Tirol auf die Bühne, die im Dialekt gesungen besonders schön klingt. Während die Buben beim Halleluja zur Höchstform auflaufen, wird dem Zuhörer wieder bewusst, dass abseits von allem Konsum mit dem Weihnachtsfest die Geburt von Jesus Christus gefeiert wird.

Zu bewundern war die Disziplin und Ernsthaftigkeit, mit der die Sängerknaben ihr großes Repertoire beherrschen, wobei die Freude am Singen nicht zu kurz kommt. Während es draußen langsam dunkel wurde, erhoben sich die Burschen zu einem beinahe gejodelten „Halleluja“ bei dem bayerischen Lied „Da drobm auf dem Berge“.

Den begeisterten Applaus des Erdinger Publikums belohnte der Chor mit „Stille Nacht“. Der Eintritt zu dem mitreißenden Musikerlebnis war frei, Spenden für die Stiftergemeinschaft der Sparkasse wurden erbeten und gerne gegeben.  

Gerda Gebel

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