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„Danke für die Brezen“ sagen die Ärzte und Pflegekräfte im Klinikum Erding. Einige von ihnen haben sich mit PD Dr. Lorenz Bott-Flügel (kniend, l.), Ärztlicher Leiter des Klinikums, zum Gruppenbild zusammengestellt.

Brezen-Aktion für Klinik- und Pflegepersonal in Erding

Tolle Geste: Kabarettistin Monika Gruber unterstützt Helfer

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Große Klappe, großes Herz: Die Erdinger Kabarettistin Monika Gruber spendiert Klinik-Ärzten und Pflegepersonal in Erding Brezen. 

Erding– „Momentan gilt mehr denn je: Zammhoitn!“ So hat die Erdinger Kabarettistin Monika Gruber ihren Appell überschrieben, in dem sie in den Sozialen Medien auf die Betriebe vor Ort aufmerksam macht, denen die Corona-Krise besonders stark zusetzt. Und Gruber zeigt Herz. Sie spendiert Klinikmitarbeitern und Pflegekräften in Erding eine Woche lang Semmeln und Brezen. Eine Geste, die ankommt.

Die 48-jährige Erdingerin, die sich heuer beruflich eine Auszeit nimmt, war wie viele gerührt vom emotionalen Video eines niedersächsischen Bäckereichefs. In seinem Appell in den Sozialen Medien, gerichtet an Kunden und Politik, bezeichnete er die Corona-Krise als Katastrophe für den Mittelstand. Trotzdem kündigte er an, dass Mitarbeiter im Gesundheitsdienst Backwaren in seinen Filialen künftig kostenlos erhalten – als Dankeschön.

Diese Idee greift Gruber in Erding gerne auf. „Als kleine Geste möchte ich dem Beispiel des Bäckermeisters folgen und alle Mitarbeiter des Kreiskrankenhauses Erding und auch die Pflegekräfte in Erding eine Woche lang einladen, bei der Bäckerei Kreitmeier in der Haager Straße Semmeln und Brezen auf meine Rechnung zu kaufen. Bis Sonntag, 28. März, geht alles auf mi“, sagt sie – und sie ist sicher, dass dieses Angebot nicht ausgenutzt wird. „I bin zwar Komikerin, aber i woaß aa, dass es keine 30 000 Pflegekräfte in Erding gibt“, erklärt sie augenzwinkernd.

Grubers Geste kommt gut an. Einige Brezen-Fotos aus dem Klinikum machen schon die Runde. Viele Fans danken ihr. Auch auf den örtlichen Einzelhandel macht Gruber in ihrem Video-Appell aufmerksam. „Bitte lasst’s uns die Leute unterstützen, die uns des ganze Jahr versorgen. Ihnen sollten wir auch in schlechten Zeiten treu bleiben.“ Die meisten – vom Schokoladengeschäft bis zum Getränkehändler – würden auch nach Hause liefern, „aber viele Leute wissen das nicht“. Dabei sei es so einfach. Anrufen, liefern lassen, Geld überweisen: „Es geht alles.“

Dass Gruber mit ihrer Einschätzung richtig liegt, unterstreicht der Erdinger Bäckermeister Max Neumaier. Auch er ruft die Bürger dazu auf, in der Krise nicht nur in den großen Supermärkten einzukaufen, sondern bewusst auch die kleinen Handwerksbetriebe wie Bäcker und Metzger vor Ort zu unterstützen. Diese könnten sonst ihren Mitarbeiterstamm nicht halten, da der Umsatz bei ihnen bis zu 50 Prozent einbreche.

Der Appell war Grubers zweite Video-Botschaft in den Sozialen Netzwerken binnen weniger Tage. Kurz zuvor hatte sie ihre Fans mit deutlichen Worten dazu aufgefordert, angesichts der steigenden Zahl von Corona-Erkrankten der Aufforderung der Politik zu folgen und daheim zu bleiben.

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