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Tourismus als Erdinger Herausforderung: Darüber sprach Oberbürgermeister Max Gotz in der Stadthalle.

Tourismusverein in der Stadthalle 

Arabische Reisende bringen mehr Geld

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Bei der Mitgliederversammlung des Vereins Tourismus Oberbayern München stellte sich heraus, dass die Deutschen zwar Reiseweltmeister sind, aber im Urlaub viel weniger Geld ausgeben als die Araber. 

Erding – Die Deutschen sind Reiseweltmeister, aber sie geben im Urlaub viel weniger Geld aus als zum Beispiel die Araber: „Ein Nord-Rheinwestfale gibt im Schnitt nur ein Drittel von dem aus, was ein Araber bei uns ausgibt“, sagte Robert Salzl gestern Nachmittag in der Stadthalle Erding, bei der Mitgliederversammlung des Vereins Tourismus Oberbayern München (TOM). Salzl ist der scheidende Vereinspräsident und sieht in den arabischen Touristen Potenzial.

Denn sie lieben das schlechte Wetter in Deutschland: „Es gibt viele Menschen auf der Welt, denen man den Regen noch verkaufen muss.“ Erding könnte da auftrumpfen mit der Therme. Im vergangenen Jahr besuchten 1,8 Millionen Menschen das Badeparadies, sagte Oberbürgermeister Max Gotz. Er eröffnete die Mitgliederversammlung des TOM mit 40 Teilnehmern aus der Politik, Wirtschaft und tourismusnahen Verbänden. Er warb für die Stadt Erding „die sich außerordentlich für den Tourismus engagiert“, aber er sehe den Reiseverkehr in und um Erding auch als Herausforderung: „Was wir verlieren zu drohen, ist unsere Identität.“ Außerdem ziehe das Wachstum durch den Flughafen und die Therme auch eine politische Entwicklung nach sich: „Das Thema Wohnungen.“

Der Präsident des Tourismusvereins Salzl hingegen will auf Wachstum setzen: Bereits im vergangenen Jahr ist die Zahl der Hotelübernachtungen in München um fast 12 Prozent gestiegen und: „Wenn in München alles ausgebucht ist, wie bei Messen oder dem Oktoberfest, dann profitieren Sie hier im Münchner Umland, also auch in Erding, davon.“ Fakt ist: 2017 haben 6,6 Prozent mehr Gäste als im Vorjahr im Umland übernachtet. „Die Araber lieben München und Oberbayern“, sagte Salzl. Zell am See hätte sich zum Beispiel schon darauf eingerichtet, dass zwei Monate im Jahr vor allem arabische Touristen kommen. 

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