Schulranzen, soweit das Auge reicht, gibt es bei Bürobedarf Huber an der Zugspitzstraße. Inhaberin Erna Huber-Balzer präsentiert eine Tasche mit einem Motiv, das neben dem Einhorn besonder beliebt ist: der Schmetterling.
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Schulranzen, soweit das Auge reicht, gibt es bei Bürobedarf Huber an der Zugspitzstraße. Inhaberin Erna Huber-Balzer präsentiert eine Tasche mit einem Motiv, das neben dem Einhorn besonder beliebt ist: der Schmetterling.
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Trends zum Schulstart

Von Einhorn bis Traktor mit Blinklicht

Der Schulstart steht vor der Tür. Die meisten ABC-Schützen dürften ihre komplette Ausstattung längst beisammen haben. Aber was ist heuer eigentlich angesagt? Welche Schultüten gehen am besten, welche Motive sind bei Ranzen besonders gefragt? Wir haben uns umgehört.

Was in den vergangenen Jahren die Eule war, ist heuer eindeutig das Einhorn. Um das Fabelwesen kommt seit Monaten niemand herum. Das gilt auch für den Schulbedarf. „Bei den Mädchen ist für Schultüten das Einhorn als Motiv dieses Jahr total beliebt“, berichtet Claudia Strasser (45), Einzelhandelskauffrau beim alteingesessenen Geschäft Bürobedarf Klaus am Schönen Turm in Erding.

Treue Stammkunden kaufen dort von ihrer Einschulung bis zur weiterführenden Schule ein, erzählt sie. „So sieht man die Leute mit aufwachsen.“ Manchmal kämen sogar Kunden im Rentenalter in den Laden, die erzählen, dass sie damals schon ihre Schulsachen beim Klaus gekauft hätten. Das mache den familiären Charme des Ladens aus.

Neben dem Einhorn seien auch Prinzessin und Pferd nach wie vor Verkaufsschlager. „Die Buben greifen wie jedes Jahr zu Ritter, Dinosaurier, Fußball und Autos. Aber auch Star Wars geht gut weg“, berichtet die Einzelhandelskauffrau weiter. Die sogenannten Geschwistertüten – Schultüten im Mini-Format für größere Brüder oder Schwestern – würden ebenfalls oft gekauft. Übrigens auch für Erwachsene, beispielsweise zum Ausbildungsbeginn oder Start ins Studium, erzählt Strasser.

Eine absolute Fachfrau in Sachen Schulranzen ist Erna Huber-Balzer. Die 54-Jährige ist Inhaberin von Bürobedarf Huber an der Zugspitzstraße in Altenerding und veranstaltet jedes Frühjahr in der Stadthalle eine Schulranzenmesse, die nächste am 4. März 2018. Huber-Balzer weiß: Schulranzen werden eher im Frühjahr verkauft.

Das kann auch Franziska Mitterreiter (28), Chefin des gleichnamigen Lederwaren-Fachgeschäfts an der Zollnerstraße, bestätigen. Erstklässler würden sich ihre Schulranzen größtenteils bereits ab Februar besorgen. Ältere Schüler, die eine weiterführende Schule besuchen, würden hingegen erst ab Juli neue Schultaschen kaufen.

Für Erstklässler seien auch in Sachen Ranzen Einhörner und Pferde für Mädchen besonders angesagt. „Dinos, Fußball und Autos mögen die Buben am liebsten“, berichtet Barbara Hausler (32), Einzelhandelskauffrau bei Lederwaren Mitterreiter. Geschlechtertypisch seien neben den Motiven auch die Farben: Rosa, Pink, Lila für die Mädels, Grün, Schwarz, Blau für die Buben, ergänzt Einzelhandelskauffrau Katrin Elsenberger (46) von Lederwaren Mitterreiter.

Huber-Balzer berichtet zudem, dass als Motive für Mädchen dieses Jahr neben den Einhörnern „auch der Schmetterling sehr gut geht“. Die Burschen hätten heuer besonders zu Taschen mit Polizei und Traktor gegriffen. „Die haben nämlich, ganz neu, ein eingebautes Blinklicht, das finden die Kleinen toll“, erzählt Huber-Balzer.

Ab der weiterführenden Schule würden die Kinder dann eher zu schlichteren Taschen ohne Motive greifen, erklärt Mitterreiter. Die Marken Eastpack und 4YOU seien dabei nach wie vor die Vorreiter, heuer besonders kariert-gemusterte Rucksäcke. Auch als Jugendliche greifen ihrer Erfahrung nach die Burschen noch zu Grün oder Blau. Die jungen Damen hingegen orientieren sich eher weg von Pink und hin zu Türkis, Dunkelblau oder Rot – Hauptsache einfarbig.

Wann das Schulzubehör gekauft wird, hängt laut Grasser auch vom Alter der Schüler ab. Die Grundschüler würden ihre Utensilien verteilt über die Sommerferien kaufen, die älteren Schüler erst zum Schulanfang sowie im Laufe der ersten Woche immer Mal wieder, da sie die Listen erst später von jedem Fachlehrer einzeln bekommen. Den Verkäufern und Verkäuferinnen in den Fachgeschäften geht also auch nach dem 12. September die Arbeit in Sachen Schulbedarf nicht aus.

Franziska Böhm

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