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Geschützt, aber gefräßig sind die Biber.

Trotz strengen Schutzes 

Über 50 Biber gefangen oder getötet

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Der Biber ist streng geschützt. Doch wenn es der nimmersatte Nager mit seinen großen Zähnen zu bunt treibt und zur Gefahr wird, dürfen die Behörden eingreifen. 2017 hat das Landratsamt 41 „Zugriffsgenehmigungen“ erteilt.

Erding – Vor allem im westlichen Landkreis hat sich der Biber gut eingerichtet. Etwa 250 Paare wurden insgesamt gezählt, berichtete Landrat Martin Bayerstorfer in der Jahrespressekonferenz. Er erinnerte daran, dass Biber besonders geschützte Tiere seien. „Es kommt aber immer wieder vor, dass man deren Treiben Einhalt gebieten muss“, so der Kreischef. Denn gefällte Bäume können Bäche stauen und zu einer Gefahr werden. Dann dürfen die Behörden so genannte Zugriffsgenehmigungen erteilen. 41 Mal war das im zu Ende gegangenen Jahr der Fall. In der Summe wurden 52 Biber entweder gefangen und umgesetzt oder abgeschossen. Von Januar bis März waren es laut Landrat 30 Tiere, ab September weitere 22.

Rückt der Mensch dem Biber auf den Pelz, muss er sich an strenge Regel halten. Zunächst einmal wird geprüft, ob einem geschädigten Grundeigentümer finanziell Ersatz geboten werden kann. Stufe zwei sieht die Vergrämung vor, dem Tier wird sein Aufenthaltsort verleidet. Nur wenn das alles nicht möglich ist oder nichts bringt, dürfen Biber gefangen und versetzt oder im Einzelfall auch abgeschossen werden.

Drei Biberberater gibt es im Landkreis, die Grundeigentümer, vor allem Landwirte, nicht nur informieren, sondern sie auch bei der Aufnahme der Schäden begleiten.

Bayerstorfer ist überzeugt, dass trotz der Zugriffe die Biberpopulation nicht gefährdet ist. Im Gegenteil: „Wir stellen fest, dass diese Tiere zunehmend auch im östlichen Landkreis heimisch werden. Das ist eine relativ neue Entwicklung.“

Von Hans Moritz

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