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Warten, bis die S-Bahn kommt: Am Bahnübergang Haager Straße ist oft Geduld gefragt.

Bahnübergang Haager Straße 

Auf dem Weg zur Tunnellösung

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Erding – Seit Jahren kämpfen Stadtrat und OB Max Gotz für eine Untertunnelung des Bahnübergangs Haager Straße, wenn der Ringschluss gebaut wird. Nun scheint eine Lösung in Sicht.

Der S-Bahn-Ringschluss und die durch ihn zu schaffende Schienenverbindung von Erding zum Flughafen beschäftigt die Kommunalpolitik seit Jahrzehnten. Nun hatte Jakob Mittermeier, CSU-Fraktionschef im Stadtrat, gute Neuigkeiten. Beim politischen Frühschoppen seiner Partei verkündete er, dass die Unterführung der Haager Straße weitgehend gesichert sei (wir berichteten).

Die Verhandlungen, die OB Max Gotz mit dem bayerischen Innenministerium dazu führt, „haben gefruchtet“, so Mittermeier. Es geht es um den Abschnitt von der Sempt im Stadtpark bis zum neuen Bahnhof auf dem Fliegerhorst-Gelände und weiter bis in die Geislinger Änger. Auf diesem Teilstück soll die S-Bahn unterirdisch, also im Tunnel oder Trog, verlaufen. Dies ist die Forderung des Stadtrats, die im vergangenen September bei einer Demo an der Haager Straße mit Land- und Bundestagsabgeordneten sowie Vertretern der Bürgerinitiative unterstrichen wurde. Hunderte Erdinger hatten daran teilgenommen.

Seit vergangenen Juli läuft das Planfeststellungsverfahren für den Ringschluss, allerdings wurde das Stadtgebiet Erding ausgeklammert. Bahn und Ministerium hatten anfangs keine Pläne, den Bahnübergang Haager Straße zu beseitigen. Allerdings wollten sie mit sich reden lassen, wenn sich die Stadt an den Mehrkosten beteiligt oder diese übernimmt. „Wir sind immer davon ausgegangen, dass es finanziell nicht ganz spurlos an der Stadt vorbeigehen wird“, sagt Mittermeier zu einer Kostenbeteiligung. In den Verhandlungen gehe es darum, eine Lösung zu finden, die für die Stadt tragbar und für die Bürger darstellbar sei. Konkreter wollte Mittermeier nicht werden. „Damit muss sich der Stadtrat auseinandersetzen. Ich will der Debatte nicht vorgreifen.“ Mittermeier geht davon aus, dass Gotz das Gremium am Dienstag, 31. Mai, informieren wird, möglicherweise in nicht-öffentlicher Sitzung.

Die Bahnhofstraße in Altenerding ist noch kein Thema. Über dieses Teilstück wird derzeit nicht verhandelt. Auch dort gibt es Forderungen nach einer Untertunnelung. Mittermeier: „Das kann man später in Angriff nehmen. Die Verhandlungen jetzt damit zu belasten, halte ich nicht für klug.“

Gabi Zierz

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