+
Werbung für Lebensretter (v. l.): Dieter Pfanzelt, Georg Götz, Gisela van der Heijden und OB Max Gotz.

Erster Termin: 23. Mai in der Stadthalle 

BRK übernimmt Blutspendedienst

  • schließen

Erding - Der Blutspendedienst im Raum München steht auf neuen Beinen. Das Bayerische Rote Kreuz übernimmt die lebenswichtige Funktion von den Städtischen Kliniken München. Auch das BRK Erding ist mit im Boot.

Die Pfingstferien stehen vor der Tür. Viele Menschen – und damit auch Blutspender – fahren in Urlaub. Auf der anderen Seite passieren in der Freizeit viele Unfälle. Die Folge: Lebensrettende Konserven werden knapp.

Umso wichtiger sind regelmäßige Spendetermine. Für die war in den vergangenen Jahrzehnten der Blutspendedienst der Städtischen Kliniken München zuständig – in der gesamten Metropolregion. Er wurde im Frühjahr im Zuge der Sanierung der Krankenhäuser in der Landeshauptstadt jedoch aufgelöst.

Der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes, der landesweit tätig ist, sprang in die Bresche. Künftig wird das BRK auch für den Landkreis Erding zuständig sein – mit Unterstützung örtlicher Kräfte. Gestern stellten Blutspendedienst-Geschäftsführer Georg Götz, BRK-Kreisgeschäftsführerin Gisela van der Heijden sowie Erdings OB und BRK-Kreischef Max Gotz das neue Angebot vor. Geplant sind mehrere Spendetermine im Jahr und über den Landkreis verteilt. Zuletzt kamen pro Spendetermin rund 200 Blutbeutel zusammen.

Gotz erklärte, bei den Blutspenden sei es wie bei Feuerwehr und Rettungsdienst. „Erst wenn man sie braucht, weiß man, wie wichtig sie sind.“

Götz sagte, es handle sich um einen „lebenswichtigen Service“ für die Kliniken. „Erding ist als Sammelort bestens geeignet, denn hier leben viele junge Menschen. Ich denke, wir werden hier sehr gut Fuß fassen.“ Die Konserven mit dem Plasma würden bayernweit verteilt. „Im Norden erleben wir vor wegen des demografischen Wandels immer öfter Engpässe“, so der Geschäftsführer. „Unser großes Ziel ist, dass aus einer erfreulich großen Zahl an Erstspendern langfristig treue Stamm- und Dauerspender werden.“

Van der Heijden versicherte, dass man als Helfer und Betreuer vor und nach der eigentlichen Spende gerne einspringe. „Das ist eine enorme Motivation für viele unserer Ehrenamtlichen.“

Götz warb, die Spender bekämen nicht nur eine Brotzeit und eine Geschenk. „Man tut auch etwas für die eigene Gesundheit und gegen Krankheiten. Denn das Blut wird genau untersucht.“ Zudem sei das BRK dabei, in einer Biobank aus archivierten Proben Tumormarker zu entwickeln.

Termine und Infos

Die ersten Termine sind am Montag, 23. Mai, von 12 bis 19.15 Uhr in der Stadthalle Erding, am Dienstag, 31. Mai, von 15 bis 19.45 Uhr im Bürgersaal Taufkirchen sowie am Freitag, 8. Juli, von 8 bis 12 Uhr im BRK-Blutspende-Truck vor dem Feneberg-Markt in Erding-West. Infos im Internet unter www.blutspendedienst.com und www.biobank.de.

Hans Moritz

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Plötzlicher Tod: 13 Rinder sterben im Stall
Schwefelwasserstoff aus einer Güllegrube hat 13 Rinder in einem Stall vergiftet. Eine Expertin spricht von einer Verkettung unglücklicher Umstände. Fahrlässiges …
Plötzlicher Tod: 13 Rinder sterben im Stall
Top-Polsterin Brigitte Ammann
Brigitte Ammann gehört zu den 115 Auszubildenden in Oberbayern, die die IHK-Abschlussprüfung in ihrem Beruf mit der Note „Sehr gut“ bestanden haben.
Top-Polsterin Brigitte Ammann
Mutig den Glauben hochgehalten
Evangelische Christen in Dorfen waren nie auf Rosen gebettet. Im 16. Jahrhundert wurden sie verfolgt. In jüngerer Zeit mussten Streitereien und Skandale verarbeitet …
Mutig den Glauben hochgehalten
Jamaika: Finger weg von den Kommunen
Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, wollen sich die Jamaika-Sondierer  die Bildungspolitik unter den Nagel reißen. Mit einem ganz schlechten Vorstoß, meint …
Jamaika: Finger weg von den Kommunen

Kommentare